Spionage: Boßdorfs Stasi-Akte noch nicht gefunden
zuletzt aktualisiert: 05.12.2005 - 11:37Berlin (rpo). Die Vorwürfe gegen den ARD-Sportkoordinator Hagen Boßdorf, er sei als Student für die Stasi tätig gewesen, basieren auf einem losen Aktenfund aus der Leipziger Birthler-Behörde. Wie Behördensprecher Christian Booß mitteilte, sei die eigentliche Stasi-Akte noch nicht gefunden worden.
Booß sagte dem "Tagesspiegel", es müsse eine solche Akte gegeben haben. "Es ist nicht ausgeschlossen, dass wir noch mehr finden", sagte Booß.
Das Material, dass Booß zufolge darauf verweist, dass Boßdorf unter dem Decknamen "Florian Werfer" als Inoffizieller Mitarbeiter (IM) für den Spionagebereich des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) aktiv war, stamme "aus einem Sack in unserem Leipziger Archiv". In der ehemaligen Stasi-Bezirksverwaltung lagerten noch Bestände zur DDR-Spionage. Die Behörde arbeite sich "Regal für Regal" vor.
Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) hatte am Wochenende von NDR-Intendant Jobst Plog Aufklärung verlangt. Boßdorf soll zum März 2006 neuer NDR-Sportchef werden. Der NDR hatte sich nach Bekannt werden der Vorwürfe hinter Boßdorf gestellt, weil dieser keine Verpflichtungserklärung als Stasi-IM unterschrieben und zu keinem Zeitpunkt DDR-Bürger belastet habe.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum








