"Wetten, dass...?" in Halle an der Saale: Das Beste kam zum Schluss
VON STEPHAN SEEGER - zuletzt aktualisiert: 01.03.2008 - 22:39Düsseldorf (RPO). Die große Show blieb aus. "Wetten, dass...?" in Halle an der Saale lebte diesmal nicht von den Gästen auf dem Sofa, sondern eigentlich nur von der Saalwette. Moderator Thomas Gottschalk konnte diesmal keine großen Superstars begrüßen. Die einzigen Lichtblicke: Sängerin Leona Lewis, die der ZDF-Kultsendung mit ihrem Hit "Bleeding Love" ein wenig Glanz verlieh, und Lenny Kravitz.
Ansonsten ging es eher langweilig zu im Studio. Abgesehen von der Stadtwette. Gottschalk wettete mit den Einwohnern Halles, dass sie es nicht schaffen, 100 Pilzköpfe ins Studio zu bringen, die im Beatles-Outfit gemeinsam mit den Prinzen "Yellow Submarine" zum Besten geben. Die Wette hat Gottschalk allerdings gewonnen.
Auch wenn in Halle das größte Beatles-Museum der Welt, am Ende der Sendung fanden sich nur knapp 60 Pilzköpfe im Studio ein und trällerten den Beatles-Hit. Die Stimmung im Saal kochte, Gottschalk genosse einen seiner seltenen Wettsiege.
Überhaupt war der "Wetten, dass...?"-Guru gut gelaunt an diesem Abend. Seine Schwätzchen mit den Gästen sagten zwar nichts aus, dennoch versuchte Gottschalk zumindest, die Unterhaltungen spannend zu gestalten. Dies gelang dem Showmaster nur, als Ski-Rennläufer Felix Neureuther und Formel-1-Pilot Nico Rosberg auf dem Sofa Platz nahmen. Gottschalk sprach mit den beiden über die Gefahren ihres Jobs und die Ängste der Eltern.
Ansonsten gab es nur heiße Luft. Aber was will man mit den deutschen Schauspielern Armin Rohde, Anja Kling oder Sasha schon großartig besprechen - abgesehen von den mittlerweile obligatorischen "Werbegesprächen" zu den aktuellen Kinofilmen der Gäste. Auch der Talk mit der italienischen Opernsängerin Cecilia Bartoli war eher langweilig mit anzusehen.
Immerhin ließ der Wetteinsatz der Musikerin ein wenig Platz zum Schmunzeln. Bartoli glaubte nicht, dass der kleine Nikolai nur durch das Hören der Instrumente seines Orchesters den Song erkennt. Falsch gedacht. Bartoli musste also ihre vergessenen Künste an der Trompete beweisen und blamierte sich ganz zur Freude der Zuschauer im Saal.
Lewis versüßt die Show
Besser machte es da schon Leona Lewis. Der Shooting-Star der Internet-Musikszene sorgte mit ihrem Auftritt für Glamour und rettete somit einen wenig unterhaltsamen "Wetten, dass...?"-Abend. Auch der charismatische Superstar Lenny Kravitz zeigte, weshalb er so große Erfolge feiert und verwöhnte die Zuschauer mit Schmusemusik.
Denn auch die Wetten ließen zu wünschen übrig. Zuerst schrieb eine Camping-Crew durch Gewichtsverlagerung in ihrem Wohnmobil "Wetten, dass...?" auf ein Schild, dann folgte die Kinderwette. Im Anschluss lief ein italienischer Sportler in 25 Sekunden 110 Meter rückwärts über Hürden und bestand die Prüfung trotz eines Sturzes.
Gute Stimmung herrschte unterdessen bei der Außenwette. Ein Österreicher wettete, zehn Bälle auf einem schwierigen Minigolfparcours ins Loch zu spucken. Rosberg wettete dagegen. Ein bisschen ekelerregend war der Anblick schon, als der Kandidat einen Ball nach dem anderen Richtung Loch spuckte. Acht von zehn Bällen versenkte der Minigolfplatz-Besitzer immerhin und bewahrte Rosberg davor, einen Führerscheinbogen korrekt ausfüllen zu müssen.
Einen Wettkönig gab es aber trotzdem: Das Camping-Team machte mit 63 Prozent der Stimmen das Rennen. Fazit der schlaffen Sendung: Es kann nur besser werden...
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