Dieter Bohlens Maskottchen: Der ewige Menderes
zuletzt aktualisiert: 26.01.2012 - 14:23Düsseldorf (RPO). Neunmal trat er zum Casting an, einmal dufte er in den Recall – Menderes Bagci ist sozusagen das Maskottchen bei "Deutschland sucht den Superstar". Sein größter Traum: einmal in den Top-Fünfzehn sein. Jetzt ist der Langenfelder seinem großen Ziel endlich ein Stückchen näher gerückt.
Er wünscht es sich so sehr, einmal der Superstar für Deutschland zu sein. Menderes Bagci kämpft seit der ersten Staffel wie kein Anderer um die Gunst Dieter Bohlens. Dabei zieht er alle Register: ständig wechselt er sein Outfit, bittet und bettelt und buhlt um eine Chance. Das einzige Problem daran: er kann einfach nicht singen.
Seine Stimme ist dünn, nahezu piepsig und er trifft keinen einzigen Ton. So war es zumindest bisher. Jetzt hat Menderes erneut alle Kräfte mobilisiert. Mit vier Tänzerinnen trat er im Casting an und versuchte sich an "Down" von Jay Sean. Die große Überraschung: Er lieferte eine erstaunlich solide Performance und traf die meisten Töne.
Offenbar hat er Gesangsunterricht genommen und sich auch sonst weiterentwickelt. Als Belohnung für das hartnäckige Engagement gab es dreimal ein Ja von den Juroren. Menderes ist im Recall. Soweit hatte er es 2011 zwar auch schon geschafft, damals aber mit dem Zusatz von Dieter Bohlen: "Versprich mir, wenn ich dich in den Recall lasse, dass du nie wieder kommst."
Das Versprechen hat er nicht gehalten, dafür aber ein anderes: „Ich kann mich verbessern“, hatte er immer wieder betont und um eine Chance gebettelt. Die hat er jetzt bekommen. Wenn er es in die die Top-Fünfzehn schaffen sollte ist es allerdings vorbei mit Menderes und DSDS. Denn dann darf er sich nicht mehr bewerben.
Des einen Freud, des anderen Leid
Doch selbst diese Vorschrift würde ihn wahrscheinlich nicht davon abhalten, es erneut zu versuchen. Dieter Bohlen konnte es jedenfalls selbst kaum glauben. Fassungslos griff er sich an den Kopf und stöhnte: "Dreimal Ja für Menderes." Die Zuschauer dürfte es freuen. Immerhin hat der 27-Jährige durchaus eine Fan-Gemeinde. Seine bisweilen leicht naiv wirkende Art machte ihn schnell zum Publikums-Liebling.
Ein Kandidat der Sendung hat dagegen in kürzester Zeit das Gegenteil geschafft: Matthias Roth verprellte mit seiner großspurigen Art nicht nur Publikum und Juroren, auch mit seiner Freundin dürfte er es sich verscherzt haben. Die war nämlich, wie er im Interview erzählte, wenig begeistert von seiner Idee, bei DSDS anzutreten. Vorsichtshalber verschwieg er ihr dann auch den Versuch.
Hätte er es dabei belassen und sich vor der Kamera zurückhaltender gezeigt, hätte das auch funktionieren können. Dumm nur, dass er noch so ein bisschen weiter geplaudert hat. "Erfolg bringt Geld, eine Freundin nicht", war nur eine seiner charmanten Ausführungen. Er könne sich gut vorstellen, sich bei DSDS eine neue Freundin zu suchen, war eine weitere.
Zu Erfolg hat er es mit seinem bodenlos schlechten Auftritt nicht gebracht, zu zweifelhafter Bekanntheit durchaus. Und die Freundin? Die wird er sich jetzt wohl woanders suchen müssen. Am besten in einem Land, in dem "Deutschland sucht den Superstar" ein gänzlich unbekanntes Fernseh-Format ist. Für Menderes hat die Sendung viel Gutes gebracht, Matthias wird seinen Auftritt wohl noch ein bisschen länger bereuen.
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