Neue RTL-Show: Deutschland sucht die Super-Nanny
zuletzt aktualisiert: 25.10.2005 - 14:30Berlin (rpo). TV-Sender RTL interessiert sich auch weiterhin für die diversen Fähigkeiten der Bundesbürger: Nach "Der große IQ-Test", "Der große Führerscheintest" und "Der große Deutschtest" soll es in einer neuen Show um die Erziehungsfähigkeiten gehen. Mit dabei wie immer prominente Gäste sowie Expertin Katharina Saalfrank. Sinniger Name der Show: "Der große Super Nanny Test".
Die Live-Show läuft am Mittwoch um 20.15 Uhr. Was sie von Erziehung verstehen, zeigen unter anderen die allein erziehenden Mütter Michelle und Desirée Nick, Schauspielerin Janine Kunze (Mutter von Lili, 2 Jahre), Sänger Oli P. und seine Frau Tatiana (Eltern von Ilias, 6 Jahre) sowie die zweifachen Väter Oliver Welke und Bernd Stelter.
Alle Kandidaten der zweieinhalbstündigen Show sowie die ebenfalls teilnahmeberechtigten Zuschauer an den Bildschirmen müssen in den fünf Kategorien Essen und Schlafen, Spielen und Freizeit, Kindergarten und Schule, Körper und Seele, Alltag und Gesellschaft jeweils vier Fragen beantworten. Am Ende der Sendung sollen neben dem Ergebnis der einzelnen Gruppen auch zusätzliche Fakten, etwa ob in Bayern strenger erzogen wird als in Nordrhein-Westfalen, und wo es sich als Kind am schönsten leben lässt, präsentiert werden.
Beliebte Show-Formate
Durchschnittlich über vier Millionen Zuschauer verfolgen wöchentlich die RTL-Reihe "Die Super Nanny". Nach Angaben des Kölner Privatsenders zeige der Erfolg des Formates mit Diplom-Pädagogin Saalfrank, dass es einen enormen Bedarf an Erziehungshilfe gibt. Auch in "Der große Super Nanny Test" gehe es nicht um "richtig" oder "falsch" und darum, Kinder zu "dressieren". Das Anliegen sei vielmehr, allen Eltern zu helfen, ihren Nachwuchs besser zu verstehen.
Die Reihe "Die Super Nanny" ist allerdings umstritten. In diesem Jahr gewann das Format den Preis der beleidigten Zuschauer. Die Doku-Soap wurde von über 72 000 Zuschauern auf Platz eins gewählt, weil Kinder in äußerst problematischen Extremsituation vorgeführt und in zum Teil inszenierten Szenen "verheizt werden", wie Preis-Initiator Augustus Hofmann in Bochum sagte. Die Reihe verletze die Würde von Kindern.
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