Erfolg garantiert: Die Quotenbringer im TV
VON SILKE SCHIRMER UND SABINE JANSSEN - zuletzt aktualisiert: 04.06.2007 - 19:27
Düsseldorf (RP). Adorf, Ferres,Wepper - sie sind aus deutschen Fernsehproduktionen nicht wegzudenken. Wir haben Sender befragt, welche Schauspieler als Quotengaranten gelten. Ein Medienexperte verrät uns, warum sie so gefragt sind.
Gerade hat Fatih Akin in Cannes den Drehbuchpreis geholt. Hinter den Kulissen tut sich etwas im deutschen Film und Fernsehen. Auf dem Bildschirm dagegen sehen wir bekannte Gesichter. Nicht ohne Grund. Unsere Zeitung fragte bei den Sendern nach, welche deutschsprachigen Schauspieler ihre Zugpferde sind.
Die Namen zweier guter alter Bekannter fallen unter anderem bei den Öffentlich-Rechtlichen: Fritz Wepper und Mario Adorf. Wepper, der früher im ZDF als Harry für Derrick den Wagen holte, sorgt als mauliger Bürgermeister Wöller in der ARD-Serie „Um Himmels Willen" für Quote. Mario Adorf ist neben Veronica Ferres und Iris Berben das Gesicht beim ZDF. Wie Wepper als „Derricks Harry" hat er viele TV-Zuschauer schon durch ihre Kindheit begleitet, wenn er zum Beispiel im Winnetou (fast jedes Jahr zu Weihnachten) den Banditen gab.
Für den Medienexperten Frank Szymkowiak ist das kein Zufall: „Für Zuschauer ab 30 Jahre trifft das zu. Adorf zieht zudem durch seine internationalen Erfolge. Schlöndorffs ,Die Blechtrommel’ war auch im Ausland ein Erfolg. Das macht beim deutschen Publikum Eindruck." Auch Veronica Ferres habe ihren Erfolg daheim ihrer Beliebtheit auf dem internationalen Markt mit zu verdanken. Hinzu kommt, wovon die ebenfalls blonde Alexandra Neldel (Sat1) genauso profitiert wie die Fraktion der Dunkelhaarigen Christine Neubauer (ARD), Iris Berben (ARD) und Martina Gedeck (Arte): „Egal, welche Haarfarbe, sie sind zum einen attraktiv für Männer. Zum anderen sind sie die starke Frau von nebenan, die sich nicht aufs Hübsch-Sein reduzieren lässt. Ein Vorbild", sagt Szymkowiak.
Doch mit einer Hoffnung räumt der Medienexperte auf. Egal, ob Ulrich Mühe (Arte), Hannes Jaenicke (RTL) oder auch Newcomer wie Christian Kahrmann oder Annette Frier (ProSieben): „Nicht nur die künstlerische Leistung zählt. In das Metier spielt auch das Private hinein." Davon profitiere zum Beispiel Heiner Lauterbach (RTL). „In Filmen oft ein lebenserfahrenes Raubein, im echten Leben soll er die Drogen überwunden haben", meint Szymkowiak. Lauterbach verkörpert für ihn, wozu Kahrmann noch heranwachsen könnte: „Ein deutscher Actionheld. Die müssen nicht immer aus den USA kommen."
Die Namen zweier guter alter Bekannter fallen unter anderem bei den Öffentlich-Rechtlichen: Fritz Wepper und Mario Adorf. Wepper, der früher im ZDF als Harry für Derrick den Wagen holte, sorgt als mauliger Bürgermeister Wöller in der ARD-Serie „Um Himmels Willen" für Quote. Mario Adorf ist neben Veronica Ferres und Iris Berben das Gesicht beim ZDF. Wie Wepper als „Derricks Harry" hat er viele TV-Zuschauer schon durch ihre Kindheit begleitet, wenn er zum Beispiel im Winnetou (fast jedes Jahr zu Weihnachten) den Banditen gab.
Für den Medienexperten Frank Szymkowiak ist das kein Zufall: „Für Zuschauer ab 30 Jahre trifft das zu. Adorf zieht zudem durch seine internationalen Erfolge. Schlöndorffs ,Die Blechtrommel’ war auch im Ausland ein Erfolg. Das macht beim deutschen Publikum Eindruck." Auch Veronica Ferres habe ihren Erfolg daheim ihrer Beliebtheit auf dem internationalen Markt mit zu verdanken. Hinzu kommt, wovon die ebenfalls blonde Alexandra Neldel (Sat1) genauso profitiert wie die Fraktion der Dunkelhaarigen Christine Neubauer (ARD), Iris Berben (ARD) und Martina Gedeck (Arte): „Egal, welche Haarfarbe, sie sind zum einen attraktiv für Männer. Zum anderen sind sie die starke Frau von nebenan, die sich nicht aufs Hübsch-Sein reduzieren lässt. Ein Vorbild", sagt Szymkowiak.
Doch mit einer Hoffnung räumt der Medienexperte auf. Egal, ob Ulrich Mühe (Arte), Hannes Jaenicke (RTL) oder auch Newcomer wie Christian Kahrmann oder Annette Frier (ProSieben): „Nicht nur die künstlerische Leistung zählt. In das Metier spielt auch das Private hinein." Davon profitiere zum Beispiel Heiner Lauterbach (RTL). „In Filmen oft ein lebenserfahrenes Raubein, im echten Leben soll er die Drogen überwunden haben", meint Szymkowiak. Lauterbach verkörpert für ihn, wozu Kahrmann noch heranwachsen könnte: „Ein deutscher Actionheld. Die müssen nicht immer aus den USA kommen."
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Quelle: Rheinische Post
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