Erfolgreiche TV-Dramen: "Dresden" und "Luftbrücke" für Deutschen Fernsehpreis nominiert
zuletzt aktualisiert: 21.09.2006 - 15:32Berlin (rpo). Beim Deutschen Fernsehpreis stehen TV-Dramen, die sich mit der deutschen Geschichte beschäftigen, hoch im Kurs: Die Filme "Desden" und "Die Luftbrücke" haben guten Chancen auf eine Auszeichnung.
Die ZDF-Produktionen "Dresden" und "Die Nachrichten" führen mit jeweils vier Nominierungen die Liste zusammen mit der Komödie "Meine verrückte türkische Hochzeit" (ProSieben) und der Krimifolge "Bella Block: Die Frau des Teppichlegers" (ZDF) an, wie die Jury am Donnerstag in Berlin mitteilte. Zusammen mit der zwei Mal ausgewählten Folge "Das Glück der Anderen" ist die Krimireihe "Bella Block" damit sechs Mal nominiert. Der Ehrenpreis der Stifter geht an den früheren WDR-Intendanten und TV-Journalisten Friedrich Nowottny. Bundespräsident Horst Köhler wird nach Angaben von WDR-Fernsehdirektor Ulrich Deppendorf die Auszeichnung am 20. Oktober in Köln überreichen.
Die Vorsitzende der elfköpfigen Jury, Klaudia Wick, betonte, die Auswahl sei auch 2006 wieder schwierig gewesen. Es sei ein "üppiges und starkes Jahr" gewesen.
Für die Kategorie "Bester Fernsehfilm/Mehrteiler" treten erstmals fünf Produktionen gegeneinander an. Hoffnung auf die Auszeichnung können sich "Dresden", "Die Nachrichten", die Sat.1-Eigenproduktion "Die Luftbrücke", der ARD-Film "Der Mann im Strom" sowie "Meine verrückte türkische Hochzeit" machen. "Dresden" ist zudem in den Kategorien "Beste Regie", "Beste Kamera" und "Beste Ausstattung", "Die Nachrichten" für "Beste Regie", "Beste Schauspielerin Hauptrolle" und "Bester Schauspieler Nebenrolle" nominiert.
"Meine verrückte türkische Hochzeit" könnte auch in den Kategorien "Bestes Buch", "Beste Kamera" und "Besten Schnitt" abräumen. Ferner befand die Jury die "Bella Block"-Episode "Die Frau des Teppichlegers" für würdig, in der Kategorie "Beste Regie", "Beste Nebendarstellerin", "Beste Kamera" und "Besten Schnitt" anzutreten.
Als Schauspieler können sich unter anderen Jan Fedder, Herbert Knaup, Iris Berben, Christiane Hörbiger und Dagmar Manzel Hoffnung machen. Bei den Regisseuren wurden Matti Geschonneck ("Die Nachrichten", "Silberhochzeit"), Roland Suso Richter ("Dresden") und Kai Wessel ("Bella Block: Die Frau des Teppichlegers") nominiert.
Als "Beste Informationssendung" nominierte die Jury die Politmagazine "Monitor" (ARD) und "Frontal 21" (ZDF) sowie die ZDF-Sondersendung zum Nahostkonflikt vom 24. Juli 2006. Für die Kategorie "Beste Sitcom" wählte die Jury "Pastewka" (Sat.1), "Stromberg" (ProSieben) und "Alle lieben Jimmy" (RTL). Als "Beste Serie" gehen "Türkisch für Anfänger" (ARD), "Die Familienanwältin" (RTL) und "Freunde für immer - Das Leben ist rund" (Sat.1) ins Rennen.
"Ausnahmsweise" ernannte die Jury außerdem im WM-Jahr 2006 vier Sender für ihre Fußballberichterstattung: ARD, RTL, ZDF und Premiere treten mit ihren jeweiligen Studiomannschaften gegeneinander an.
Die Nominierungen für die "Beste Moderation Information" gehen an Susanne Kronzucker ("RTL Nachtjournal"), Kay-Sölve Richter ("heute im ZDF-Morgenmagazin") und Anne Will ("Tagesthemen"). In der Unterhaltung stehen "Let's Dance" (RTL) mit Hape Kerkeling und Nazan Eckes, "Scheibenwischer - Die Gals: Jahresrückblick 2005" (ARD) mit Bruno Jonas, Georg Schramm und Mathias Richling sowie "Wer wird Millionär? Prominenten Special WM 2006" (RTL) mit Günther Jauch und Hape Kerkeling zur Auswahl.
Nach Angaben der Veranstalter fallen bei den "Werkkategorien" und den Personen insgesamt auf das ZDF 24 Nominierungen, auf die ARD 21, auf RTL 10, auf Sat.1 und ProSieben jeweils 5, auf dritte Programm 2 und auf 3sat und Premiere jeweils 1. Die Jury wählte aus rund 1100 Programmvorschlägen in 21 Kategorien aus.
Der Fernsehpreis wird am 20. Oktober im Kölner Coloseum zum achten Mal verliehen. Die ARD überträgt die Gala um 20.15 Uhr. Moderator ist Jörg Pilawa. Den Ehrenpreis erhielten bislang unter anderen Udo Jürgens und Inge Meysel. Mit dem von ARD, ZDF, RTL und Sat.1 gestifteten Fernsehpreis werden seit 1999 jährlich hervorragende TV-Leistungen gewürdigt.
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