Kurz vor der Krönung im Dschungel: Dem Camp fehlen Knappik, Khan, Carrière
zuletzt aktualisiert: 27.01.2012 - 15:04Düsseldorf (RPO). Buschschweinvagina statt Känguruhoden, Krokodil angriffslustig statt gekocht: Dschungelcamp Nr. 6 sollte wohl die vorherigen Staffeln übertrumpfen. Das hat nicht geklappt. Es fehlten einfach eine Sarah Knappik, ein Jay Khan oder auch ein Mathieu Carrière. Kurz vor dem Finale kristallisiert sich eine immer mehr als Favoritin auf den Dschungelthron heraus: "die dänische Oma" Nielsen.
Schon vor Beginn der sechsten Staffel der RTL-Sendung "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" galt das dänische Ex-Model bei vielen als Favoritin. Auch am Freitagmorgen (Ortszeit) sagte Moderator Dirk Bach: "Wir haben Zauberer, Schauspieler und Stripper im Camp. Und wer schmeißt die Show? Die dänische Oma."
In der am Donnerstagabend ausgestrahlten Sendung waren die Zuschauer den Bitten von Zauberkünstler Vincent Raven nachgekommen und hatten ihn per Telefonabstimmung aus dem Camp gewählt.
Danach konkurrierten mit Brigitte Nielsen noch Nacktmodell Micaela Schäfer (28), Sängerin Kim Debkowski (19) und Schauspieler Rocco Stark (25) am Freitag um den Einzug ins Finale, in dem der "Dschungelkönig" gekürt wird.
"Teilweise tatsächlich hofiert"
Der amtierende aus dem Jahr 2011, Moderator Peer Kusmagk, beschrieb den Job als "Mischung aus Karnevalsprinz und Bundespräsident". Im Interview mit "n-tv.de" erzählte er: "Einerseits wurde ich teilweise tatsächlich hofiert wie ein König. Anderseits weiß man ja, dass es nur eine Plastikkrone ist, die man da für eine gewisse Zeit aufhat, und es im Endeffekt nichts zu regieren gibt."
So erfolgreich wie im vergangenen Jahr ist diese Staffel nicht. Zwar pendelt sich die Einschaltquote bei über sechs Millionen Zuschauern ein, auch am Donnerstagabend schalteten 6,49 Millionen Menschen ein. 2011 lag die Durchschnittsquote allerdings mit 7,62 Millionen Zuschauern auf Rekordniveau. Dennoch scheint sich die Show etabliert und eine feste Fangemeinde gewonnen zu haben.
Auf der anderen Seite ist der Kreis der Kritiker weitgehend verstummt. Bei der ersten Ausstrahlung in Deutschland im Jahr 2004 wurde die "Ekel-Show" noch zerrissen. Heute serviert der Kölner Privatsender anstelle des traditionellen Känguruhodens bei den Dschungelprüfungen Buschschweinvagina, Buschhirschpenis und Buschschweinsperma - und kaum einer beschwert sich.
Nicht mehr tot und gestückelt
Erstmals sind angriffslustige Krokodile lebendiger Teil der Show und nicht mehr tot und gestückelt für den Kochtopf. "Ethische Grenzen werden überhaupt nicht mehr thematisiert", sagt Medienforscherin Joan Kristin Bleicher vom Hans-Bredow-Institut in Hamburg. Die Professorin vermutet, dass die Kritiker mit der Zeit resignieren. "Und bei den Fans geht es jetzt um Schadenfreude statt um Ekel."
Kein Vergleich zur letzten Staffel boten diesmal auch die Kandidaten. Schauspieler Matthieu Carrière flehte 2011 Model Sarah Knappik auf Knien an, das Camp zu verlassen. Diese warf Sänger Jay Khan vor, die Liebe zu Mitcamperin Indira Weis sei nur inszeniert.
Ramona rastete wenigstens mal aus
Und 2012? Moderatorin Ramona Leiß rastete hin und wieder mal aus, ging den anderen Promis auf die Nerven - und flog dann aber auch rasch raus. An Micaelas nackte Brüste hat sich Fernsehdeutschland ziemlich schnell gewöhnt.
Und da immer mal wieder ein Star ankündigt, das Camp freiwillig zu verlassen - und dann doch einen Rückzieher macht - geht selbst RTL dazu über, das Wetter zum Gesprächsthema zu machen.
Dauerregen überflutete das Camp. Schlimmer als 2011. Immer mal wieder sprachen Bach und Kollegin Sonja Zietlow über eine Evakuierung des Lagers. Doch am Ende ging es wie gewohnt weiter.
Der heitere Dschungel-Reigen geht in die sechste Runde. Noch vier von elf Promis stellen sich den harten, ekligen und für die Zuschauer meist ziemlich unterhaltsamen Dschungelprüfungen. Aber wer hat wirklich das Zeug zum Dschungelkönig?
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Nackt-Modell Micaela Schäfer zeichnet sich im RTL-Dschungelcamp nicht gerade durch ihre hochgeschlossene Kleidung aus. Oberteile sind bei der 28-Jährigen offenbar Mangelware und auch an der Unterbekleidung wird immer öfter gespart. Ist dieses freizügige Auftreten eigentlich noch sexy oder nervt es nur noch?
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