Dschungelcamp - Tag sieben: Sarah hat Ausreden wie bei "Topmodel"
VON MIRIAM SCHUMACHER - zuletzt aktualisiert: 21.01.2011 - 11:58Düsseldorf (RPO). Sie kann es nicht lassen, unsere Dschungel-Zicke Sarah Knappik. Erneut stellt sie die Geduld der Campgenossen auf eine harte Probe, als sie kurzerhand beschließt: Diese Prüfung mache ich nicht. Das kommt einem bekannt vor: Als "Topmodel"-Kandidatin waren ihre Ausreden ähnlich.
"Ich weiß auch nicht ob ich jetzt noch gehen soll... oder ob ich aussteige!" - diese Worte kommen von keiner anderen als Dschungelzicke Sarah Knappik. Doch wer glaub, dieser Satz stamme aus der aktuellen RTL-Dschungelcamp-Staffel, der hat sich geirrt. Schon bei "Germany's Next Topmodel" 2008 hatte Sarah meist nichts anderes im Kopf als sich zu beschweren und selbst zu bemitleiden.
Andauernd meckert Sarah über ihre schlechte Verfassung, fühlt sich benachteiligt und ist der festen Überzeugung, dass ihr immer die schwersten Aufgaben gestellt werden. "Mir war gerade so schwarz vor Augen, ich konnte gar nicht laufen! Ich dacht' ich breche da vorne zusammen!" Immerhin hat sie mit Sätzen wie diesen die Aufgabe des damaligen "Topmodel"-Juroren Bruce Darnell befolgt. Wie sprach er noch gleich so schön: "Drama, Drama, Drama Baby!"
Die RTL-Dschungelshow hat in der werberelevanten Zielgruppe einen neuen Staffelbestwert beim Marktanteil erzielt. Dieser lag bei den 14- bis 49-jährigen Zuschauern am Donnerstagabend bei 41,9 Prozent, wie der Sender mitteilte. Durchschnittlich 4,46 Millionen Menschen schalteten in der Zielgruppe ein. Insgesamt sahen im Schnitt 7,16 Millionen die siebte Live-Show.
Ihre Model-Kolleginnen waren anderer Meinung und beschuldigten sie immer häufiger, sie simuliere und es ginge ihr gar nicht so schlecht, wie sie erzählt.
Auch im Dschungelcamp ist sie die unangefochtene Drama-Queen, der die schwersten Aufgaben gestellt werden, obwohl sie doch unter dem ach-so-bösen spontanen Vegetarismus und zuletzt auch noch unter arglistigen Allergien leidet. Ihre Wehwehchen gehen inzwischen so weit, dass sie bei der "Raus aus den Mulden"-Prüfung schon vorher entscheidet: Das geht heute nicht. Fassungslos müssen ihre Mitstreiter hinnehmen, dass sich Starallüren-Sarah selbstzufrieden dafür entschieden hat, Körper und Seele zu schonen, anstatt ein leckeres Essen für alle zu verdienen.
Bei der Prüfung sollte sie die Sterne eigentlich mit den Händen aus Löchern greifen. Dass sich in den Löchern außer den Sternen auch noch anderes Getier befindet, ist im Dschungel selbstverständlich.
Sarah freut sich: Endlich lernt sie egoistisches Verhalten
"Ja das war auf jeden Fall hundertprozentig 'ne egoistische Entscheidung, aber das ist ja mein Fehler in der Vergangenheit gewesen, dass ich nie egoistisch war, sondern immer nur an andere gedacht habe (...)". Nach eigener Aussage lernt sie nun endlich, wie man sich egoistisch über andere hinwegsetzt.
Da hat sie wohl etwas grundlegendes im Camp nicht richtig verstanden, denn es geht in den Prüfungen, abgesehen vom Ekel-Faktor der Zuschauer, eigentlich nur darum, so viele Sterne wie möglich für das Camp zu gewinnen. Schließlich soll abends auch ordentliches Essen auf dem Tisch stehen.
Es wirkte mal wieder wie "eine typische Sarah-Knappik-Ausrede", sagt Jay, der Sarah für total ungeeignet für den Dschungel hält. Auch Katy Karrenbauer kann die Prüfungsverweigerung nicht nachvollziehen: "Nach dem Entsetzen, weil ich das irgendwie gar nicht glauben konnte, kam die Enttäuschung, und dann kam auch Wut dazu."
Nach den Topmodels hat Sarah den Dschungel nun auch gegen sich - nur die TV-Zuschauer scheinen ihren Spaß an dem Model zu haben. Nach deren Beschluss wird sie Freitagabend erneut zur Dschungelprüfung geschickt. Wenn es nach Mathieu Carrière ginge, würde Sarah allerdings vorher schon freiwillig das Camp verlassen.
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