Dschungelcamp, 3. Tag: Sarah kapituliert und etabliert sich als Campzicke
VON RAINER KURLEMANN - zuletzt aktualisiert: 16.01.2011 - 23:42 Düsseldorf (RPO). Am dritten Tag kommt das Dschungelcamp langsam in Fahrt. Bei den Ekelprüfungen gab es den ersten Ausfall und im Lager herrscht dicke Luft. Schuld daran: Sarah.
Diesmal bekamen die Zuschauer, was sie wohl wollen. Sarah Knappik kapitulierte bei der Dschungelprüfung. Sie sollte sich auf den Knien einen Weg in einem Tunnel bahnen, in dem Erdwälle und allerlei Getier das Fortkommen behinderten. Für die ehemalige Top-Model-Kandidatin eine "neue Lebenserfahrung", wie sie sagt – wer hat so etwas auch schon erlebt. Nach der Pleite bei der Schatzsuche mit Indira am Vortag gab es diesmal keine Sterne und damit auch kein Essen für die Camp-Bewohner.
Im Stollen war Sarah mehr mit dem Krabbeln und dem lautstarken Bemitleiden der eigenen Situation beschäftigt als mit der Sternensuche. Nach 72 Sekunden war Schluss, Doktor Bob musste der völlig verstörten und zitternden Sarah aus der Höhle helfen. Für Sarah war es die "härteste aller Dschungelprüfungen überhaupt", wie sie ständig wiederholte. "Ich hasse mich selbst", bewertete sie ihr Verhalten.
Die Moderatoren jedoch blieben unerbittlich: "Das war das dritte Mal, dass sie etwas abgebrochen hat: nach Realschule und Friseurlehre", lästerte Dirk Bach. Der Held des zweiten Tages, Rainer Langhans, analysierte präzise: "Das war absehbar." Recht hat er und beschäftigte sich ansonsten wie gewohnt mit Meditation und dem Anderssein.
Das Dschungelcamp ging am dritten Tag zunächst seinen üblichen Weg. Nach der ersten Rollenverteilung kam es diesmal zur Fleischbeschau. Es wurde schmuddelig und schlüpfrig - die übliche Bikini- und Badehosenschau. Sixpack, Schlammmassage und Sonnenbad. Die erste Gelegenheit für die drei Männer, die bisher nur Statistenrollen hatten, sich zu profilieren und Sendezeit zu gewinnen. Peer Kusmagk, Jay Kahn und der Schwimmer Thomas Rupprath modelten in Badehosen, einer zeigte sogar mehr.
Dazu kamen Verdauungsprobleme - "drei Tage ohne Stuhlgang machen einen fix und fertig", jammerte Sarah. "Ich habe vor nichts Angst, nur vor der Toilette." Das stimmt wohl nicht ganz.
Die RTL-Dramaturgie in der Auswahl der Filmausschnitte machte Sarah diesmal zur zentralen Person des Dschungelcamps – in der Rolle der Heulsuse und der Jammerfrau. Die übrigen Camp-Bewohner dürften mächtig über ihre Unfähigkeit und großen Worte lästern, auch für das Moderatoren-Duo Dirk Bach und Sonja Zietlow wird die 24-Jährige zur idealen Zielscheibe der Schmähkritik.
Die Zicke wird die Quoten nach oben treiben, als Nervensäge ist sie sehr stark, das wird anstrengend für die Zuschauer in den nächsten Folgen. Aber das TV-Publikum hat im Dschungelcamp immer schon ein besonderes Faible für die Quietschenden, viel mehr als für diejenigen, die eine Situation eher im Griff haben. Schon bei der nächsten Dschungelprüfung kann Sarah zeigen, ob sie stärker ist und sich selbst überwinden kann. Dazu muss sie allerlei unappetitliche Cocktails aus der Insektenküche des Dschungelcamps trinken.
Diese Prüfung absolviert sie zusammen mit Jay Kahn. Der US5-Sänger wurde nicht müde wurde, in Macho-Manier daran zu erinnern, dass er gern eine Prüfung machen wolle und lästerte gleichzeitig über Sarah. Bisher hat er noch nicht besonders viel Aufmerksamkeit erregt, jetzt muss er gemeinsam mit Sarah antreten. Vermutlich hat das TV-Publikum in der Telefonabstimmung doch ein gutes Händchen, sonst hätte sich der Sender das hübsch ausgedacht.
Ansonsten passierte in der "Karriere-Reanimationsklinik" (Dirk Bach) nur wenig. Katy Karrenbauer spielt die Verständnisvolle, die gern Lebenserhaltungsgespräche führt. Um Eva Jacob muss man sich wohl Sorgen machen. Mit Zöpfchen wirkt sie zunehmend verwirrt, diesmal ließ sie den Wasserhahn auf. Playboy-Mädel Indira Weis identifizierte sie als "alte Dame, die wohl nicht ins Camp gehört".
Der heitere Dschungel-Reigen geht in die sechste Runde. Noch vier von elf Promis stellen sich den harten, ekligen und für die Zuschauer meist ziemlich unterhaltsamen Dschungelprüfungen. Aber wer hat wirklich das Zeug zum Dschungelkönig?
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Nackt-Modell Micaela Schäfer zeichnet sich im RTL-Dschungelcamp nicht gerade durch ihre hochgeschlossene Kleidung aus. Oberteile sind bei der 28-Jährigen offenbar Mangelware und auch an der Unterbekleidung wird immer öfter gespart. Ist dieses freizügige Auftreten eigentlich noch sexy oder nervt es nur noch?
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