So fühlen sich zwei DSDS-Kandidaten: „Das ist ein komisches Gefühl, aber auch ein schönes”
zuletzt aktualisiert: 24.02.2008 - 20:31Köln (RPO). Gerade mal fünf Sekunden durfte Simon Gincberg singen, bevor er unterbrochen wurde. Zwei Zeilen Roger Cicero, dann war Schluss. Und dabei wollte der Kandidat aus Korschenbroich doch bloß kein so ausgelutschtes Lied singen. Collins Owusu aus Düsseldorf lag auf Anhieb richtiger. Mit unserer Redaktion sprachen die beiden darüber, wie es sich anfühlt, unter den besten 15 zu sein.
Mit schwarzem Hemd und roter Fliege stand Simon Gincberg auf der Recall-Bühne von "Deutschland sucht den Superstar". Er sagte seinen Liedtitel, nannte den Interpreten - und lief total auf. „Hast Du keine vernünftige Nummer auf Lager”, stänkerte Dieter Bohlen.
Gincberg stünde da wie "Katja Ebstein 1903, so als würdest Du gleich ,Theater, Theater' singen." Das dürfte einigermaßen nervös gemacht haben. Und erstaunt, nachdem Jurymitglied Bär Läsker vor Kurzem erklärt hatte, die Kandidaten sollten Abstand nehmen von allzu durchgenudelten Titeln.
Simon Gincberg hatte Glück. Er durfte nochmal kurz in sich gehen, mit dem Pianisten und dem Gesangslehrer sprechen - und sich ein neues Lied aussuchen. Noch kurz die Fliege weg und das Hemd auf und dann von den Bee Gees "How deep is your love" singen. Simon schaffte den Sprung in die Show der Top 15 am kommenden Samstag.
„Das ist unglaublich, ich kann es noch gar nicht fassen”, sagte er . Simon Gincberg ist nicht der einzige Kandidat aus der Region, der in zwei Wochen bei der ersten Live-Show der DSDS-Staffel dabei sind wird.
Auch Collins Owusu (25) ist noch im Rennen um den begehrten "Superstar"-Titel. Der Düsseldorfer hörte die gute Nachricht nach dem Auftritt von Bär Läsker: „Du bist weiter”. „Ich habe natürlich gehofft, es zu schaffen, aber wirklich damit gerechnet hätte ich nicht”, sagt Collins.
Er hatte das Lied „My Girl” für seinen Auftritt ausgesucht. Nicht, weil das so ein schön-souliges Lied ist, sondern vor allem aus einem Grund, der klein und drei Jahre alt ist. „Das bedeutet mir sehr viel, weil ich dabei immer an meine Freundin und meine Tochter denke.” Von seinen beiden Liebsten ist der gebürtige Ghanaer wege DSDS nun schon länger getrennt. „Aber die Kleine freut sich immer, wenn sie ihren Papa im Fernsehen sieht.”
Bei dem einen war es ein großes Drama, bei dem anderen ein bisschen leichter - weiter sind beide, Simon und Collins.
Auf die Live-Show bereitet sich Collins intensiv vor. „Ich möchte etwas singen, bei dem ich mich sicher fühle, das mich aber auch herausfordert. Etwas von Michael Jackson vielleicht, einem meiner Vorbilder.” Sein Mitbewerber Simon möchte etwas Ruhiges präsentieren, in das er seine Gefühle legen kann. „Boyzone zum Beispiel oder Take That”, erzählt der Marketing-Student. Die Fliege lässt er ganz sicher im Koffer, wenn er am Samstag zum ersten Mal live im Fernsehen singt. Über die anderen Kandidaten sagt er: „Obwohl wir eigentlich Konkurrenten sind, verstehen wir uns super”, sagt Simon.
Die Idee, zum DSDS-Casting auf Mallorca zu gehen, entstand aus einer Urlaubslaune heraus. „Und jetzt finde ich es wunderbar, so viele Menschen mit meinem Gesang zu erreichen.”
Gegen knapp 30.000 Mitbewerber haben sich die beiden jungen Männer durchgesetzt. Und obwohl DSDS noch nicht einmal in der ganz heißen Phase ist, können sie sich schon jetzt ein kleines bisschen prominent fühlen. Denn mittlerweile werden sie schon auf der Straße erkannt und um Autogramme gebeten. „Das ist ein komisches Gefühl, aber auch ein schönes”, erzählt Collins.
Am 8. März kämpfen er und Simon um den Einzug in die Mottoshows, bei denen dann die zehn besten Kandidaten gegeneinander antreten.
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