Deutschland sucht den Superstar: Der Abschied von Zazou fällt schwer
zuletzt aktualisiert: 10.04.2011 - 20:01Düsseldorf (RPO). In der sechsten Mottoshow wurde die Luft einfach zu dünn. Zazou Mall, 26-jährige Tanzlehrerin aus Zürich, ist bei „Deutschland sucht den Superstar“ ausgeschieden. Die Castingshow verliert damit ihr wohl hübschestes Gesicht. Doch vor allem Dieter Bohlen hatte in den vorangegangenen Wochen kein gutes Blatt an ihr gelassen. Schweizer Medien sprechen von einer beispiellosen Hetzkampagne.
Zweimal stand Zazou am Samstag unverdrossen wieder auf der Bühne von "Deutschland sucht den Superstar". Dabei hatte sie in den Vorwochen Kritik einstecken müssen wie kein anderer Finalist. Immer wieder machte sich Chef-Juror Dieter Bohlen über „Gequäke“ lustig und schmähte sie mit Missachtung.
Dabei war Zazou optisch fraglos ein großer Gewinn für die Castingshow. Sie konnte sich gut bewegen und tanzen wie kein zweiter aus der Konkurrenz. Für jedes Lied kleidete sie sich ausgefallen wie ein echter Superstar und machte dabei mehrfach den besten Eindruck. Noch vor einer Vorwoche lieferte sie mit einem paillettenbesetzten, hautengen Bodystretch ganz in Schwarz einen Hingucker, der schon an das Outfit einer Rihanna erinnerte.
Wie eine schlechte Kopie von Beyoncé
Auch am vergangenen Samstag punktete sie abermals mit ihrer Kleidung. In einem gold-schwarz-geringelten Glitzerkleidchen, langem Haar und ladyhafter Kopfbedeckung holte sie aus "A Night Like This" von Caro Emerald optisch heraus, was möglich war. Für den zweiten Auftritt zu Shakiras Waka-Waka wollte sie offenbar gar mit einem heftigst zusammengepressten Dekolletee einer Beyoncé Konkurrenz machen. Vor allem in ihren letzten Auftritten übertrieb sie es wohl mit dem Verkleiden.
Die Jury hat sie jedenfalls immer weniger überzeugen können. An ihrem Gesang hatten meist alle etwas auszusetzen - und mit Dieter Bohlen kam die bedauernswerte Zazou sowieso nie wirklich zurecht. Nicht Waka-Waka, sondern Kacka-Kacka, lautete sein Urteil. Tatsächlich war ihre Gesang mehrfach grenzwertig und nie ernsthaft auf der Höhe der verbliebenen Konkurrenz. Schon mehrfach musste sie um ihr Weiterkommen bangen. Nun, nach der sechsten Mottoshow, hatte sie am Ende des Abends tatsächlich die wenigsten Anrufe bekommen. Das Aus.
Es begann vielversprechend
Dabei hatte die Kombination DSDS – Zazou eigentlich sehr vielversprechend begonnen. Beim Recall war die Schweizerin gleich aufgefallen. Jury-Frau Fernanda Brandao erspähte sie bereits vorab auf dem Damenklo und bereitete die Kollegen damals auf eine ausnehmend hübsche Erscheinung vor.
Bemerkenswert verlief auch schon der Kurzauftritt im Februar, bei dem Zazou zusammen mit drei anderen Mädels die Jury im Sturm eroberte. Barfuß und im kurzen Schlabberkleidchen tanzten und sangen sie damals schon Shakiras Waka-Waka. Derart fröhlich-unbeschwerte Darbietungen sind beim Stahlbad DSDS sonst eine Seltenheit.
Wut auf Bohlen
Die Freude und die Leichtigkeit hat die Züricherin in den Finalshows jedoch schnell verloren. Mit den ersten Angriffen von Bohlen geriet die Castingshow zur quälenden Angelegenheit. Die satten Breitseiten des Chef-Lästermauls ertrug sie mit einem eingefrorenen Lächeln, die Nachfragen von Moderator Marco Schreyl, wie sie das denn wohl aushalte, müssen noch weiter in den Wunden gebohrt haben. Zazou verbiss sich noch mehr in den Konkurrenzkampf.
In den Schweizer Medien hat das Aus vom Samstag indes wütende Reaktionen ausgelöst. Das Online-Portal 20min.ch sprach von einer beispiellosen Hetzkampagne. Bohlen habe für sie nur Hass und Häme übrig gehabt. Ausgerechnet er, mit seiner Kermit-ähnlichen Stimme werfe Zazou Gequake vor, empörte sich der Autor, bevor er zu einem Rundumschlag ausholte, der sämtliche anderen Finalisten als Vollversager dastehen ließ.
Auch in Deutschland wird diskutiert
Auch das Schweizer Boulevard-Portal Blick.ch trauerte Zazou nach. Mit der schönen Schweizerin verkommt die aktuelle DSDS-Staffel demnach zur blutleeren Veranstaltung. „Mit Zazou geht Show und Bewegung“, heißt es. Als Aufmunterung gibt es für die 26-Jährige noch eine bemerkenswerte Lebensweisheit von Jennifer Lopez mit auf den Weg: „Als Künstlerin präsentiert man nie das, was man nicht hat, sondern nur immer das, was man hat.“ Zazou habe sich von Bohlen verunsichern lassen und sich nur noch an ihren Gesangsqualitäten gemessen – ein Fehler.
Freilich sind es nicht nur die Schweizer, die Zazou hinterhertrauern und den Schuldigen für ihr Ausscheiden in Bohlen sehen. Im offiziellen DSDS-Forum befassen sich einige Hardcore-Fans eigens mit dem problematischen Verhältnis zwischen ihr und dem Pop-Titan. Einer der User macht dabei eine erstaunliche Beobachtung: Schließlich sei Zazou Bohlens Ex Verona Pooth doch wie aus dem Gesicht geschnitten.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum








