Kurzbesuch bei den Eltern: DSDS-Annemarie gibt die brave Tochter
zuletzt aktualisiert: 20.04.2009 - 20:20Dessau-Roßlau (RPO). Nach vier Wochen "Deutschland sucht den Superstar", garniert mit Beleidigungen des Jurors Dieter Bohlen, gönnt sich Kandidatin Annemarie Eilfeld eine Auszeit. Sie fährt nach Hause. Bei ihren Eltern zeigt Annemerie, wie sie angeblich wirklich ist. Sie sei keine DSDS-Zicke, beteuert Annemarie und schlüpft für zwei Tage in die Rolle der braven Tochter.
"Im Osten geht die Sonne auf", steht auf einem großen handgemalten Plakat am Eingang des Elternhauses in Roßlau (Sachsen-Anhalt). Nach vier Wochen in Köln ist "DSDS"-Sternchen Annemarie Eilfeld für zwei Tage auf Kurzbesuch bei ihren Eltern. Mit weißer Leggins und engem Pullover tritt sie auf die Terrasse, in der Hand eine Tasse Tee. Magenschmerzen plagen die 18-Jährige. Mutter Heike kommt mit Magentropfen, Annemarie schluckt sie tapfer, verzieht das Gesicht. Hier zu Hause ist sie kein Star. "Hier bin ich einfach Kind, muss auch mein Zimmer aufräumen und saubermachen."
Die andauernde Kritik von "DSDS"-Juror Dieter Bohlen hat einen ungeahnten Medienwirbel um die Blondine verursacht. Seit Beginn der Mottoshows sieht sie sich immer wieder der Kritik des Musikproduzenten ausgesetzt. "Ich habe keine Ahnung, woher diese Antipathie kommt", sagt Annemarie. Dass Bohlen sie in der letzten Show als "Bitch" bezeichnet habe, sei das I-Tüpfelchen auf alle bisherigen gegen sie gerichteten verbalen Attacken gewesen. Das habe ihr deutlich gemacht, dass Bohlen nicht darüber nachdenke, was er sage. Das sei auch keine Jugendsprache, wie er meine.
"Ich bin keine Zicke"
Annemarie gibt sich selbstbewusst. "Ich hätte bei der letzten Show kaum was besser machen können. Ich habe sauber gesungen, habe Gefühle rübergebracht. Dass ich dann so was gesagt bekomme, finde ich echt krass." Bohlens Kritik sei für sie ohnehin wenig konstruktiv. Um nach solchen Worten auf der Bühne Haltung zu bewahren, denke sie immer an etwas Lustiges, dann könne sie wenigstens lächeln. "Es gibt in jeder Staffel eine Zicke, in dieser bin ich es eben", sagt Annemarie. Ein Image, mit dem die 18-Jährige offenbar umzugehen weiß. "Ich bin keinesfalls eine Zicke, aber ich glaube, bei dieser Show musst du in eine Schublade passen. Und eigentlich hat mich der ganze Trubel unter die besten Vier gebracht."
Sie will nicht freiwillig gehen
Denn die Fans zeigen sich bislang von aller Kritik unbeirrt, sorgten mit ihren wöchentlichen Anrufen dafür, dass die Roßlauerin so weit gekommen ist, wie sie es sich selber nie erträumt hätte. "Es ist einfach ein schönes Gefühl, wenn man weiß, dass man sich auf seine Fans verlassen kann", sagt sie. Ob deren Voting auch bei der nächsten Show am Samstagabend reicht, weiß Annemarie natürlich nicht. Müde wirkt sie. Ein Ziel habe sie inzwischen nicht mehr. "Ich will einfach nur noch gute Auftritte zeigen. Auf der Bühne, wenn ich singe, bin ich glücklich." Bereut habe sie ihre Teilnahme an der Show keinesfalls, sagt sie. Sie gibt aber zu, dass es schon Momente gab, in denen sie gern alles hingeschmissen hätte. Aber jetzt werde sie keinesfalls freiwillig gehen.
Inzwischen ist Vater Mario Eilfeld nach Hause gekommen, begrüßt seine Tochter mit einem Kuss. Familie Eilfeld posiert auf dem heimischen Sofa für die Fotografen. Ihr Vater habe von Anfang an ein ungutes Gefühl gehabt, sagt Annemarie, aber sie habe es einfach probieren wollen. "Dass es jedoch so krass wird, hätte ich nicht gedacht." Was nach "DSDS" kommt? Ja, es gebe schon viele Anfragen, sehr schöne sogar, sagt die 18-Jährige. Doch vorerst steht sie noch bei RTL in der Pflicht.
Am Mittwoch wird sie wieder nach Köln fahren, um sich auf die nächste Mottoshow vorzubereiten. Zuvor wird sie sich am Montagnachmittag in das Gästebuch ihrer Heimatstadt Dessau-Roßlau eintragen. Am Nachmittag gibt sie auf dem Marktplatz ein Überraschungskonzert für ihre Fans mit anschließender Autogrammstunde.
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