Die letzten fünf DSDS-Kandidaten im Check: Macho, Höschenblitzer oder Dumpfbacke?
VON PHILIPP STEMPEL - zuletzt aktualisiert: 13.04.2011 - 11:04Düsseldorf (RPO). "Deutschland sucht den Superstar" geht in die Endphase. Noch fünf Kandidaten machen sich ernsthaft Hoffnungen, der neue Superstar zu werden und in die Fußstapfen längst vergessener Vorgänger wie Alexander Klaws oder Mehrzad Marashi zu treten. Wir unterziehen die Gesangstalente einem strengen Check. Einer kann wohl ohnehin die Koffer packen.
Wer wird Superstar der achten Staffel von „Deutschland sucht den Superstar“? Am 7. Mai ist das große Finale. Fünf Kandidaten sind noch im Rennen. Alle sind ehrgeizig und wollen es schaffen. Woche für Woche wird einer ausscheiden, vorausgesetzt RTL verursacht keine weitere Panne beim Telefon-Voting wie in der Chaos-Sendung am 2. April.
Die aktuelle Ausgabe der Castingshow kommt bisher alles andere als überraschend daher. Die Typen, die sich in der Runde der letzten fünf finden, gleichen denen der Vorjahre. Mit dem 16-jährigen Sebastian Wurth gibt es einen süßen Jungen, der die Herzen der Teenager erobert.
Lombardi ist ein Sympathieträger
Die Rheinländerin Sarah Engels ist die Balladen-Tante mit der vollen Stimme, die auch mal den Busen wogen und das Höschen unterm Rock aufblitzen lässt. Und Jury-Favorit Ardian Bujupi erfüllte zumindest vorübergehend die Anforderungen des Skandal-Typen, als Berichte über Machosprüche und Besuche in Sexbars die Runde machten.
Ein eigenes Profil ist am ehesten noch bei dem fröhlichen Halbitaliener Pietro Lombardi zu erkennen. Der Junge aus Karlsruhe macht manchmal einen begriffsstutzigen Eindruck, wirkt dabei aber stets so unbefangen, dass man ihn in den Arm nehmen möchte. Am vergangenen Samstag versuchte ihm Moderator Marco Schreyl noch ein paar Aussagen zu entlocken. Pietro antwortete stets mit einem trockenen "Ja". Was ein Lukas Podolski der Bundesliga ist, gibt Lombardi DSDS. Er selbst beschreibt sich als süß, frech und gefühlvoll.
Angelini muss zittern
Seine Songtexte kann sich Lombardi schlecht merken. Bohlen gab ihm dafür zuletzt ordentlich eins mit und forderte unmissverständlich mehr Professionalität. Lombardi konterte selbstironisch und sang Bobby Mc Ferrins "Dont' worry be happy". Der Text ist überschaubar. Im Refrain reicht die meiste Zeit über ein nettes "Uhhhuuhhuuu".
Kaum Hoffnungen auf ein Weiterkommen, darf sich wohl am ehesten der Österreicher Marco Angelini machen. Bei der letzten Ausscheidung, mit der Zazou Mall rausgewählt wurde, lag er offenbar nur hauchdünn vor der Schweizerin. Dabei hat der studierte Mediziner bisher am deutlichsten Ehrgeiz erkennen lassen, wenn es darum ging, eine Runde weiterzukommen. Als es zu der Votingpanne kam, rauschte er zornig von der Bühne, weil er seinen Erfolg gefährdet sah.
Kungelt RTL etwa?
Offenbar hat er sich schon stillheimlich aufgegeben. Anders ist es kaum zu erklären, dass er nun in Interviews auf RTL und die Produktionsweisen bei DSDS losgeht. Im Kölner Express warf der Österreicher den DSDS-Machern betrügerische Methoden vor. Sein Besuch eines Striplokals zusammen mit dem Kollegen Bujupi soll inszeniert und auf keinen Fall freiwillig gewesen sein.
Die Empfehlungen der Jury seien vorab ausgekungelt, RTL bevorzuge bestimmte Kandidaten. Sebastian Wurth und Pietro Lombardi hätten zusätzliche PR durch einen Besuch der RTL-Show „Let's dance“ bekommen, ihm aber sei das verweigert worden. RTL hat die Vorwürfe zurückgewiesen.
Mit diesem Rundumschlag dürfte Angelini seine Chancen nicht eben verbessert haben. Was sich die fünf letzten Kandidaten erhoffen dürfen, worin ihre Stärken und Schwächen liegen und wer am Ende im Finale stehen wird, erfasst unser Superstar-Check.
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