Sechste Mottoshow bei DSDS: Paradiesvogel Benny muss gehen
VON DANIELA PEGNA - zuletzt aktualisiert: 19.04.2009 - 00:29Düsseldorf (RPO). Dominik, Annemarie oder Benny - die Jury war sich
uneins, wer bei der sechsten Mottoshow wohl seine Sachen packen würde. Am Ende sollte wieder mal Dieter Bohlen Recht behalten: Paradiesvogel Benny musste gehen. Der 19-Jährige verließ die große Bühne unter Tränen. Das Publikum wollte dem DSDS-Kandidaten seine oft recht schiefen Töne nicht mehr verzeihen.Doch nicht nur Benny, fast alle Superstar-Kandidaten mussten am Samstag ordentlich Kritik einstecken. Die Auftritte von Schmusesänger Dominik waren für Bohlen glatt "Höchststrafe", Annemaries Performances einfach nur gruselig und Balladen-Expertin Sarah höchstens besserer Durchschnitt. Einzig und allein Daniel Schuhmacher sorgte für wahre Begeisterungsstürme bei dem Chef-Juror: "Weltklasse, super super geil, das war dein bester Auftritt von allen", redete sich Bohlen in Ekstase. Auch seine Kollegen, Nina Eichinger und Volker Neumüller, fielen in die Lobeshymnen ein und bekannten einmütig: "Das war absolut mega." Sie dankten Daniel mit langanhaltenden Standing Ovations.
In der Tat lieferte der 21-Jährige eine ordentliche Leistung ab: Mit der Titelauswahl "Here comes the rain again" von den Eurythmics und "There's no sunshine when she's gone" hatte Daniel alles richtig gemacht. Gefühlvoll und stimmsicher überzeugte der Schönling das Publikum und dürfte seine Chancen auf den Superstar-Titel noch einmal deutlich erhöht haben.
Häme für Zicke Annemarie
Gar nicht gut weg kam dagegen Zicke Annemarie. Die 18-jährige Blondine kann offenbar machen, was sie will - auf Anerkennung aus der Jury wartet sie vergebens. Im transparenten pinken Kleidchen wagte sie sich an Lunas "Bailando" und erntete dafür vor allem von Dieter Bohlen nur Häme: "Ein Karaoke-Star bist du, mehr nicht", sagte er. Und auch die stimmlich solide Performance von "Purple Rain" konnte sein Herz nicht erweichen: "Ich musste bei der Nummer fast lachen. Du hast den Song gesungen wie die Kastelruther Spatzen nach einer Vogelgrippe." Mitjuror Volker, der nach ihrem ersten Auftritt zumindest noch halbwegs versöhnliche Worte fand, schlug in dieselbe Kerbe: "Aus dem Titel hast du eine Schlagerversion gemacht."
Sein Fett weg bekam auch Dominik Büchele: Gleich ob Jack Johnsons "Upside down" oder "Why does it always rain on me" von Travis, das Fazit war vernichtend: Die Stimme nur mittelmäßig, der Song-Stil immer derselbe und auch sonst seien die Auftritte nicht gerade geeignet, das Publikum von den Sitzen zu reißen, befand die Jury. Paradiesvogel Benny setzte unter dem Motto "Sonne und Regen" dagegen zumindest optisch Akzente: Zunächst wirbelte er mit grasgrüner kurzer Hose und ebenso grünen Handschuhen über die Bühne, um den den Gute-Laune-Song "Walking on sunshine" zu performen. Anschließend sorgte er mit "And when the rain begins to fall" in weiß-blauem Outfit für Furore. Doch auch das gefiel Bohlen nur mittelmäßig: "Etliche Töne triffst du einfach nicht", kritisierte er.
Pocher schlägt Bohlen in die Flucht
Überhaupt keine Lust auf ein Urteil hatte der Pop-Titan angesichts der unterirdischen Gastperformance von Comedian Oliver Pocher. Er gab "Durch den Monsun" von Tokio Hotel zum Besten und bewegte Bohlen damit zur Flucht auf die Toilette.
Dass man gegen die Übermacht Bohlen aber auch mal rebellieren kann, zeigte am Samstag Goldkehlchen Sarah: Als sie für ihre Titelauswahl "It's raining men" von den Weather Girls kritisiert wurde, mochte die 19-Jährige das so gar nicht auf sich sitzen lassen: "Dann sag Du mir doch mal, was ich unter dem Motto 'Regen' hätte singen sollen", schleuderte sie Bohlen entgegen. Da war sogar der sonst um keinen Spruch verlegene Pop-Titan für ein paar Sekunden sprachlos.
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