DSDS: Superstars stahlen Mariah Carey die Show
VON KERSTIN JANSEN - zuletzt aktualisiert: 06.04.2008 - 00:42Köln (RPO). Sexy, aber langweilig: Der Auftritt von Mariah Carey bei "Deutschland sucht den Superstar" war routiniert, aber glanzlos. Die Superstar-Kandidaten stellten die Diva in puncto "Drama" in den Schatten. Sogar Dieter Bohlen meckerte über ihre Leistung. Ach ja, rausgewählt wurde am Samstagabend überraschend Stella Salato.
"Eine Kandidatin kann ich ja nicht beurteilen, das war ja nicht so richtig live", sagte Bohlen am Ende der Sendung zu Careys Auftritt. "Unsere Kandidaten haben ja live gesungen, das ist viel, viel schwieriger." Auch DSDS-Kandidat Benni riskierte bei der Entscheidung eine große Lippe: "Wenn ich mir solche Stars ansehe, was die hier abliefern..."
Mariah Carey hatte am Ende der Sendung ihren neuen Song "Touch my body" performt. Der Titel plätscherte vor sich hin, auch die Show war nicht besonders fesselnd. Die Diva versteckte ihre Augen hinter einer dunklen Sonnenbrille. Einziger Hingucker war ihr wie immer viel zu knappes Kleid. Aber ein richtiger Star wie Mariah Carey kann sich so etwas eben leisten. Zu Ehren der Sängerin war diesmal das Motto der Live-Show: Alle Mädels singen einen Song von Mariah Carey, alle Jungs einen Titel von "Take That".
Moderator Marco Schreyl brachte den Fernsehzuschauern bei der Gelegenheit auch noch den Superlativ von "Superstar" bei: "Megastar". So pries er Mariah Carey den Abend über an – um nur keine Irritationen mit den "Superstar"-Kandidaten aufkommen zu lassen. Vor der Show hatte Carey die acht DSDS-Teilnehmer getroffen und sich etwas vorsingen lassen. "Jeder war sehr talentiert", sagte sie im Interview mit Schreyl später brav. Sie könne die Kandidaten gar nicht beurteilen. "Sie sind alle meine Favoriten."
Bohlen: "Optik super, Stimme holländischer Käse"
Die Meinung des Publikums aber war eindeutig: Stella Salato musste gehen, obwohl sie einen ganz passablen Auftritt hingelegt hatte. "Hübsch gesungen", urteilte Jury-Mitglied Anja Lukaseder. Vermutlich war es diese Mischung aus Mittelmaß und Profillosigkeit, die bei den Zuschauern nicht gut ankam.
Gesanglich waren jedenfalls Benni Herd und Rania Zeriri unüberhörbar schlechter. Dieter Bohlen fand für beide deutlich Worte. "Optik super, Stimme holländischer Käse", sagte er zum Auftritt der gebürtigen Niederländerin. Genauso hart auch sein Urteil über Benni, den Kleinen mit dem riesen Mundwerk: "Dass ihr alle meint, mit Schleimerei kommt ihr weiter, da seid ihr schief gewickelt. Deshalb, gib mal'n bisschen Gas, wir wählen hier nicht den Nettesten!" Dem Publikum war's egal.
"Zugabe"-Rufe für Casting-Kuriosum
Die besten Kritiken bekamen wie immer Linda Teodosiu und Thomas Godoj. Auch der Düsseldorfer Collins Owusu schlug sich diesmal besser. Fady Maalouf fiel nach seiner guten Leistung bei der letzten Sendung wieder zurück und Monika Ivkic wirkte ziemlich blass. Bohlens Kommentar: "Ein bisschen dildo-mäßig: technisch super, aber das Gefühl hat gefehlt."
Passender Abschluss für die Sendung: Casting-Kuriosum Mario Teusch trat mit einem extra umgetexteten Fetenhit auf. Das war so peinlich, dass das Publikum vor lauter Ungläubigkeit sogar "Zugabe" johlte. Moderator Schreyl wusste selbst nicht mehr weiter und erlöste die Zuschauer vor den Fernsehern mit einer Werbepause.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum








