Gazastreifen: Entführte Fox-Journalisten wieder frei
zuletzt aktualisiert: 27.08.2006 - 14:17Gaza (RP). Zwei Journalisten des US-Fernsehsenders Fox News sind zwei Wochen nach ihrer Entführung im Gazastreifen wieder frei. Zuvor hatten die Entführer in einer Video-Botschaft verbreitet, die beiden Männer seien zum Islam übergetreten.
Der amerikanischen Korrespondent Steve Centanni und der neuseeländischen Kameramann Olaf Wiig wurden kurz nach Mittag von palästinensischen Sicherheitsbeamten in ein Hotel in der Stadt Gaza gebracht. Beide waren am 14. August in Gaza von Bewaffneten aus ihrem Übertragungswagen entführt worden.
Ob für ihre Freilassung Geld gezahlt wurde oder Bedingungen erfüllt wurden, war zunächst nicht bekannt. Der 60-jährige Centanni berichtete Fox News in einem Telefonat, er sei während seiner Gefangenschaft zum Teil in einer dunklen Garage festgehalten worden und in schmerzhafter Haltung gefesselt gewesen. Er und der 36-jährige Wiig seien mit vorgehaltener Waffe gezwungen worden, Erklärungen abzugeben, unter anderem die, dass sie zum Islam übergetreten seien.
Der palästinensische Ministerpräsident Ismail Hanija sagte, die Entführer hätten keine Verbindungen zum Terrornetzwerk Al Kaida oder einer anderen Organisation gehabt. Zu der Tat hatten sich die bislang unbekannten Heiligen-Dschihad-Brigaden bekannt. Aus palästinensischen Sicherheitskreisen verlautete am Sonntag aber, es habe sich um örtliche Extremisten gehandelt, und den Behörden sei die Identität der Entführer von Anfang an bekannt gewesen.
Die palästinensische Autonomiebehörde hat dagegen erklärt, ihr sei die Identität der Entführer nicht bekannt. Die militante Gruppierung Volkswiderstandskomitees erklärte am Sonntag, sie habe die Freilassung vermittelt.
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