Trauer um Peter Alexander: "Er starb an gebrochenem Herzen"
zuletzt aktualisiert: 14.02.2011 - 15:31Berlin/Wien (RPO). TV-Produzent Wolfgang Rademann führt den Tod seines Freundes Peter Alexander auf dessen persönliche Verluste zurück. "Er starb an einem gebrochenen Herzen", sagte Rademann in einem Interview. Der Entertainer war am Samstag im Alter von 84 Jahren gestorben.
Peter Alexander habe den Tod seiner Frau Hilde und seiner Tochter Susi nie verwunden, so Rademann. Bei ihrem letzten Treffen habe der Entertainer ihm gesagt: "Ich will nicht mehr, und es lohnt sich nicht mehr für mich zu leben."
2003 war Alexanders Frau gestorben, im März 2009 verunglückte seine Tochter tödlich. "Ich habe den schleichenden Prozess seiner Vereinsamung bei meinen Besuchen bei ihm miterlebt", sagte "Traumschiff"-Produzent Rademann der "Bild"-Zeitung. Der Wiener Sänger und Schauspieler habe immer öfter gesagt: "Die zwei da oben warten schon auf mich."
Peter Alexander war am Samstag im Alter von 84 Jahren in Wien gestorben, wie seine Sprecherin mitteilte. Anhaben zur Todesursache machte sie nicht. Mit Liedern wie "Das machen nur die Beine von Dolores" sang sich der Frauenschwarm in die Herzen eines Millionen-Publikums, das ihn auch für Filme wie "Im Weißen Rössl" und für seine Fernsehshows liebte.
Die Trauerfeierlichkeiten finden im engsten Familienkreise statt, hieß es. Einem Bericht der Online-Ausgabe der "Kleinen Zeitung" zufolge soll Alexander bereits am Montag im Familiengrab in Wien-Grinzing beigesetzt werden. Am Samstag (19. Februar) soll Alexander auf dem Wiener Zentralfriedhof aufgebahrt werden. Für die Öffentlichkeit werde ein Kondolenzbuch ausgelegt, sagte eine Sprecherin Alexanders am Montag auf dapd-Anfrage.
Alexander wurde 1926 in Wien unter dem Namen Peter Alexander Neumayer als Sohn eines Bankbeamten geboren. Ein begonnenes Medizinstudium tauschte er nach einjähriger britischer Kriegsgefangenschaft gegen eine Schauspiel-Ausbildung am berühmten Max-Reinhardt-Seminar, die er 1948 abschloss.
Der Verehrer von Frank Sinatra war vor allem in Deutschland, Österreich und der Schweiz äußerst erfolgreich, er wirkte in rund 50 Filmen und 40 eigenen TV-Shows mit und nahm etwa 120 Platten auf.
ZDF-Intendant Markus Schächter würdigte Alexander als "den Besten seiner Zeit". Der Entertainer mit dem Wiener Schmäh sei das vielseitigste Multitalent gewesen, das je die TV-Showtreppe herunterkam, erklärte Schächter am Sonntag. "Als Sänger, Schauspieler, Komiker, Parodist, Tänzer und TV-Gastgeber war er unübertroffen."
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