Neue Folgen bei RTL: Familienanwältin hilft wieder
VON VERENA BRETZ - zuletzt aktualisiert: 19.02.2007 - 15:38Düsseldorf (RP). Die eigene Ehe ist kaputt, für Mandanten ist sie immer da. Mariele Millowitsch spielt die Familienanwältin in der gleichnamigen RTL-Serie. August Schmölzer ist in den neuen Folgen erneut als ihr Ex dabei: „Sie ist ganz wunderbar.“
Zehn Jahre lang hat er seine Frau betrogen. Und als er sie schließlich verlässt, nimmt er auch noch die Klienten aus der gemeinsam aufgebauten Anwaltskanzlei mit. Robert Lorenz ist ein Ekel. Deshalb geschieht es ihm nur Recht, dass die verlassene Hanna aus der Krise als Siegerin hervorgeht: Sie stellt eine neue Kanzlei auf die Beine und ist ab sofort „Die Familienanwältin“. Heute startet bei RTL die zweite Staffel der Serie mit Mariele Millowitsch als Hanna Lorenz. Und auch ihr Ex, gespielt von August Schmölzer, ist wieder dabei.
Der 48-Jährige hat in Wahrheit so gar nichts mit seiner Figur gemein. Deshalb sind ihm die anstehenden Veränderungen ganz lieb: „Robert Lorenz macht in den neuen Folgen eine Zeit der Wandlung durch. Er hinterfragt sich und sucht seine Position im Leben“, sagt Schmölzer und kündigt an: „Während dieser Suche ist er sehr unruhig und angespannt.“
Die allmähliche Wandlung der Figur sei ein gutes Beispiel für das, was den Unterschied zwischen Serie und Film ausmache, erklärt der gebürtige Österreicher. „Dass man die Figur über mehrere Episoden hinweg entwickeln muss. Jede Folge ist zwar in sich abgeschlossen, aber trotzdem muss man das Gesamte im Blick halten, auch die Veränderung der anderen Rollen.“
Schmölzer ist kein typischer Seriendarsteller. „Serienrollen spiele ich nicht so oft.“ Für „Die Familienanwältin“ hat er jedoch eine Ausnahme gemacht. „Aus mehreren Gründen habe ich zugesagt: Die Geschichten sind sehr, sehr gut. Ich habe vorher alle Bücher gelesen. Außerdem fand ich die Besetzung und das Team drumherum sehr reizvoll.“
Bereut hat er die Zusage nicht. „Diese Serie hat eine ganz besondere Machart: sehr aufwändig, sehr sorgfältig, und wir haben viel mehr Zeit als sonst bei Serien üblich.“ Deshalb war er nicht sonderlich überrascht, dass „Die Familienanwältin“ für den Deutschen Fernsehpreis nominiert wurde.
Mit einer Fortsetzung hat der Schauspieler dennoch nicht gerechnet. „Die Produktion ist schließlich nicht typisch für einen Sender wie RTL. Insofern muss ich den Verantwortlichen ein Kompliment machen, dass sie sich auf so etwas einlassen.“
Erstmals stand der ausgebildete Koch, Autor und Bildhauer mit Mariele Millowitsch vor der Kamera. „Ich kannte sie natürlich aus Produktionen wie ,Nikola’ - da ist sie ganz wunderbar, vorzüglich“, erzählt er. „Ich hingegen habe so etwas zuvor noch nie gemacht und konnte viel von ihr lernen. Unsere Zusammenarbeit war toll, extrem professionell.“
Die Dreharbeiten in Köln musste August Schmölzer immer wieder unterbrechen. „Wir haben parallel ,Afrika, mon amour’ und ,Die Landärztin’ gedreht.“ In Kenia und Oberösterreich. „Ich arbeite sehr viel. Komischerweise - eigentlich bin ich ein fauler Mensch.“ Wenn der Wahl-Münchner jedoch Ruhe findet, schreibt er. Oder er sammelt Pilze. „Ich kenne da so meine Stellen.“ Oder er kocht. „Eine meiner Lieblingsspeisen sind Spaghetti mit Steinpilzen. Ich schwöre: Da liegen Sie am Boden, so lecker sind die.“
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