Bollwerk bricht: "FAZ" verabschiedet sich von alter Rechtschreibung
zuletzt aktualisiert: 15.02.2006 - 11:31Berlin (rpo). Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" hatte sich im Jahr 2000 als erste in Deutschland entschieden, zur alten Rechtschreibung zurückzukehren. Seitdem galt sie als eine Art Bollwerk des Widerstands gegen die neuen Regeln. Jetzt soll damit Schluss sein, man will die Empfehlungen des Rechtschreibrates unter Leitung von Hans Zehetmair übernehmen.
"Zehetmair hat eine großartige Leistung vollbracht, indem er wiederherstellte, was wirklich untragbar war. Die 'FAZ' wird sich diesen Vorschlägen anschließen können", sagte Mitherausgeber Frank Schirrmacher der Wochenzeitung "Rheinischer Merkur". Er halte die Vorschläge des Rates "in großen Teilen für vernünftig".
Die "FAZ" galt bislang als Bollwerk des Widerstands gegen die neue Rechtschreibung. Im August 2000 war sie als erste Tageszeitung zur alten Rechtschreibung zurückgekehrt.
Der Rechtschreibrat hat in den vergangenen Monaten mehrere Empfehlungen beschlossen, welche die neuen Rechtschreibregeln nach und nach wieder zurückdrehen würden.
Die Vorschläge des Rates müssen von der Kultusministerkonferenz (KMK) abgesegnet werden. Diese muss auf ihrer Sitzung am 2. und 3. März entscheiden, ob die Empfehlungen zum neuen Schuljahr ab 1. August 2006 umgesetzt werden.
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