Neue Show zur ARD-Fernsehlotterie: Fernseh-Dino Frank Elstner macht Millionäre
zuletzt aktualisiert: 28.01.2004 - 17:48Berlin (rpo). Sein halbes Leben hat TV-Dino Frank Elstner im Fernsehen verbracht. Jetzt kommt er zur besten Sendezeit zurück ins Wohnzimmer. Ab Donnerstag präsentiert der 61-Jährige "Einfach Millionär", die neue Live-Show zur ARD-Fernsehlotterie.
Kein Zweifel, dieser Mann ist schon zu Lebzeiten Fernsehgeschichte. Vor knapp 30 Jahren durften Kinder länger aufbleiben, um seine "Montagsmaler" gemeinsam mit den Eltern zu sehen, später erfand er Zuschauermagneten wie "Wetten dass..?".
Elstner kommt zur besten Sendezeit um 20.15 Uhr in die Wohnzimmer, live aus dem Studio Berlin Adlershof. Mit Hilfe prominenter Spieler hat bei jeder Sendung einer von 64 Kandidaten die Chance, Millionär zu werden.
Zur Auftaktsendung hat sich Elstner die Moderatoren Johannes B. Kerner, Hugo Egon Balder, Michelle Hunziker, Sonya Kraus und Andrea Kiewel, Popstar Jeanette Biedermann, "Tatort"-Kommissar Miroslav Nemec und den Comedian Bernhard Hoecker eingeladen. Schief gehen kann scheinbar nichts. "Ich habe ein so gutes Gefühl wie noch nie", sagt er.
Auch die Mama hatte schon feuchte Hände
Auf Armeslänge bemerkt man ein paar Falten, das Haar ist grau, ansonsten sieht Elstner noch immer so aus, wie ihn Generationen von Fernsehzuschauern kennen und schätzen gelernt haben. Eloquent beantwortet der Dauerläufer des deutschen Fernsehens die Fragen neugieriger Journalisten, während drumherum die letzten Vorbereitungen zur Show laufen.
Ja, Lampenfieber gehöre dazu, sagt Elstner. "Ich kriege auch feuchte Hände manchmal. Meine Mutter war Schauspielerin, die hatte das auch, deshalb ist das in unserer Familie etwas Normales. Ich brauche deswegen keinen Arzt und keine Pille."
"Seit Jahren rase ich rum und sage: Lasst mich eine Dino-Show machen", erklärt Elstner die Entstehungsgeschichte seiner neuen Show. "Retro ist ja im Moment in. Das Retro bin ich, ich bin ja nun schon verhältnismäßig in die Jahre gekommen", grinst er verschmitzt in die Mikrofone. "Einfach Millionär" biete zum einen jedem Kandidaten die Chance auf eine Million Euro, "egal, welche Bildung er hat oder ob er schön aussieht". Zum anderen könne man "den jungen Zuschauern mal zeigen, wie Fernsehen damals war".
Promis sind ein Muss
Das Konzept sieht vor, dass die bei jeder Show geladenen Promis Spiele aus den "beliebtesten Shows der deutschen Fernsehgeschichte" nachspielen. So wird Kerner in 90 Sekunden die legendäre Glastreppe aus Blacky Fuchsbergers Show "Auf los geht's los" erklimmen müssen, verrät Elstner.
Als Außenreporterin stehe ihm "Sportschau"-Moderatorin Monica Lierhaus zur Seite. Die Kandidaten tippen auf den Spielausgang, nach dem Zufallsprinzip reduziert sich ihre Zahl außerdem von Runde zu Runde, bis einer Millionär ist.
Prominente in der Sendung zu haben sei heutzutage ein Muss, um möglichst viele Zuschauer zu binden, gibt der selbst ernannte "Fernseherfinder" zu. "Ich glaube, die Mischung sitzt einfach", ist Elstner vom "Einfach Millionär"-Konzept überzeugt, will aber zu den Erfolgschancen "keine Prognose geben". "Wenn es mir wieder gelingt, dass die Menschen das gerne sehen, dann gehen wir nach Hause und sagen: Hossa, es hat wieder geklappt".
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