„Lenßen & Partner”, Sat.1: Der gebürtige Krefelder Rechtsanwalt Ingo Lenßen spielte seit 2003 in dem „Scripted-reality”-Format den Rechtsanwalt Ingo Lenßen, und in der Wirklichkeit außerhalb der teils hanebüchenen Drehbuch-Realität hätten er und sein Team wohl häufig selbst ein paar Anwälte gebraucht. Im November nahm Sat.1 den Bartträger vom Sender.
„Die Oliver Geissen Show”, RTL: Nix mehr mit Hallo-Grüß-Dich, nach zehn Jahren von allgemeinem Elend und hausgemachtem Leid Vaterschaftstests und Trennungen vor der Kamera hat RTL die Unterschicht-Show im August abgesetzt.
„TV-Helden”, RTL: Eine Satire-Sendung bei RTL? Immerhin: Zwei Folgen! Für die beiden Sendungen am 24. und 31. Januar (produziert von Friedrich Küppersbusch) gab es sogar den deutschen Comedy-Preis und für die „Helden” Jan Böhmermann, Caroline Korneli und Pierre Krause neue Jobs in der neuen Harald Schmidt-Show.
„Eine für alle”, ARD: Nicht aus Weisheit, sondern mangels Quote entschloss sich die ARD ihre im April gestartete Vorabend-Seife im Oktober nach 100 statt nach 200 geplanten Folgen abzusetzen. Die Serie erreichte um 18.50 Uhr im Schnitt nicht ganz eine Million Zuschauer, Marktanteil 5 Prozent.
Foto: VOX/Britta Wäldrich
„Frauenzimmer”, Vox: Quatschen am Nachmittag funktioniert nicht mehr. Dass Vox im Oktober gleich eine ganze Horde Plaudererinnen Hatic Akyün, Bettina Böttinger, Martina Brandl, Birgit Ehrenberg, Yasmina Filali, Evelyn Holst und Maite Kelly auf die Zuschauer losließ, zu denen sich dann auch noch B-Promi-Gäste gesellten, musste scheitern.
„Dschungelcamp”, RTL: Trotz Traumquoten schickte RTL seine Ekelprüfungs-Sendung, die eigentlich gar nicht Dschungelcamp heißt, nach der jüngsten Staffel in den einstweiligen Ruhestand. 2010 spart RTL damit vor allem Kosten und will das kommende Jahr mit seinen Castingshows „DSDS“ und „Das Supertalent“ sowie Live-Übertragungen von der Fußball-WM überbrücken. 2011 könnte das Dschungelcamp allerdings zurückkehren.
„Promi-Singles”, Sat.1: Was Desiree Nick, Maja von Hohenzollern und Sabrina Setlur da verzapften, kam bei den Zuschauern nicht gut an. Im September flog das Format aus dem an Flops besonders reichen Sat.1-Programm.
„Klinik am Alex”, Sat.1: Gleich zu Jahresbeginn wurde die Assistenz-Arzt-Bude nach nur fünf Folgen geschlossen, 20 ungesendete sollen beim Sender noch auf Halde liegen. Wenige Wochen zuvor war Sat.1 schon mit der Arzt-Serie „Dr. Molly & Karl” gescheitert.
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SAM, ProSieben: Wusste eigentlich jemand, dass die Abkürzung für „Stunde am Mittag” stand? Nach rund 15 Jahren war im November Schluss.
"Baustelle Liebe", RTL2: Tumbe Gesellen sollen sich romantisch
anstellen, angeleitet von "Big Brother"-Moderatorin Miriam Pielhau. Nach
zwei Folgen schaltete RTL2 mit der Standard-Formulierung ab: "Das Format
wurde von den Zuschauern nicht in dem Maß angenommen, wie wir es uns
gewünscht haben."