Lauterbach und Sky du Mont waren auch schon da: "Girl Friends" & Co.: TV-Serien zieht es nach Südafrika
zuletzt aktualisiert: 26.03.2004 - 13:51Berlin (rpo). Die deutschen Fernsehmacher zieht es ans Kap der guten Hoffnung. Sonne, Gastfreundschaft und kein Jet-Lag: Es ist nicht überraschend, dass "Girl Friends" & Co. inzwischen in Südafrika gedreht werden.
Marie und Ronaldo liegen da voll im Trend. Die beiden Hauptfiguren der ZDF-Serie "Girl Friends", gespielt von Mariele Millowitsch und Walter Sittler, wanderten laut Drehbuch nach Südafrika aus, um dort noch einmal von vorn zu beginnen. Ihr künftiges Zuhause, ein pitoreskes Weingut im typischen Kap-Stil, konnten die Zuschauer bereits begutachten.
Die Idee für den Ortswechsel kam Drehbuchautor Christian Pfannenschmidt nicht von ungefähr, denn er fand nach Aussage von Redakteurin Andrea Klingenschmidt am Kap selbst eine zweite Heimat. Das ZDF willigte ein, nicht zuletzt wegen der guten Wetter- und Lichtverhältnisse, die dort bereits einen Sommerdreh erlauben, wenn es in Deutschland noch trüb und kalt ist.
Spezielle Programme zur Anwerbung von Produktionen gebe zwar es nicht, versichert die Botschaft Südafrikas in Berlin. Aber die wachsende Begeisterung lässt am Kap die Film- und TV-Branche wachsen.
Vor allem das gute Wetter lockt eine ganze Armada von TV- und Filmschaffenden, Modefotografen und Werbeagenturen. Seit Jahren wachse die Zahl der Produktionsfirmen vor Ort, sagt PR-Unternehmerin Hanna Kleber. Zu Recht, findet sie, denn das Land biete alles, was ein Film braucht: Wildlife, Metropolen, Strände, Luxushotels, nette Menschen und auch hervorragendes Essen für die Crew.
Und weil es zwischen Europa und Südafrika keinen Zeitunterschied gebe, stiegen die Teams nach dem Nachtflug aus, gingen ins Hotel duschen und dann gleich an die Arbeit - anders als etwa bei Drehs in Asien.
Das Geschäft läuft "wie geflutscht"
Kleber rührt seit vier Jahren die Werbetrommel für Südafrika in Deutschland. Nach ihren Worten drängen auch immer mehr junge Südafrikaner in die Filmbranche. Entsprechend niedrig seien Löhne, Honorare und Tagessätze, selbst Hotels. Alles zusammen lasse die Branche brummen, das TV- und Filmgeschäft laufe dort "wie geflutscht".
Davon profitiert auch der Münchner Sender Kabel 1, der am Sonntag eine Folge seiner Reportagereihe "Abenteuer Ferne" Südafrika widmet (18.15 Uhr). Nach Angaben der Leiterin der Abteilung Wissen, Melanie Felske, arbeitet Kabel 1 vor Ort mit "Stringern" als freien Mitarbeitern, die Ideen für Themen liefern und Produktionen organisieren.
Felske schätzt vor allem die Themenfülle, die das Land bietet. Für die Reportage besuchte das Team Tierfänger und Goldgruben, Schlangenbeschwörer und Luxushotels. Zudem seien die Menschen bei Recherchen "sehr zugänglich".
Auch bei Prominenten spricht sich langsam herum, dass Südafrika eine Reise wert ist. Heiner Lauterbach oder Sky du Mont ließen sich dort schon publicity-wirksam fotografieren. Das Team der ZDF-Sendung "Samt und Seide" klapperte kürzlich für ein paar Folgen Strände, Tierparks und natürlich den Tafelberg bei Kapstadt ab. Und selbst "Superstar" Alexander Klaws drehte kürzlich sein Video in den Weiten des Landes - mit einem Indianer an der Seite.
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