kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
       
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Kommentare ()

Loki und Smoky: Glimmstängel-Torte zu Schmidts 90. Geburtstag

VON MANFRED KÜHNAPPEL - zuletzt aktualisiert: 20.12.2008 - 10:42

Düsseldorf (RPO). Das Timing passt. Vier Tage vor dem 90. Geburtstag von Helmut Schmidt geht die Erfolgsparodie „Loki und Smoky“ am Samstag in den WDR-Mitternachtsspitzen noch einmal auf Sendung.

Wilfried Schmickler (links) und Uwe Lyko alias Herbert Knebel in ihrer Paraderolle als Loki und Smoky. Foto: WDR

Wilfried Schmickler verrät unserer Redaktion, welche Überraschung sie sich ausgedacht haben.

Hallo Herr Schmickler, herzlichen Glückwunsch zum Gewinn des Deutschen Kleinkunstpreises 2009. In "Loki und Smoky" gibt Uwe Lyko alias Herbert Knebel gibt den Altkanzler Helmut Schmidt, Sie spielen seine Ehefrau Loki. Auf welches "Geschenk" dürfen wir uns vor dem 90. Geburtstag von Helmut Schmidt in den WDR-Mitternachtsspitzen freuen?

Schmickler: Herr Schmidt wird von seiner Frau eine Torte geschenkt bekommen und zwar eine ganz besondere. Es werden 90 ganz besondere Kerzen darauf sein.

Ich ahne etwas. Könnte es sich vielleicht um „Glimmstängel-Kerzen“ handeln?

Schmickler: Da liegen Sie vollkommen richtig. Es wird eine Nikotin-Torte.

Na, das wird ja ein Fest. Atmen Sie eigentlich schwer, oder höre ich Sie rauchen?

Schmickler: Klar.

Wie ist die Idee zu "Loki und Smoky" entstanden und gibt es dazu vielleicht eine Anekdote?

Schmickler: Als ich mit Jürgen Becker und Uwe Lyko auf Tour war, haben wir rumgeblödelt und dabei hat Uwe Lyko plötzlich Helmut Schmidt nachgemacht – das war so gut, dass wir unbedingt eine Nummer draus machen wollten.

Und wie wurden dann die Rollen verteilt?

Schmickler: Helmut Schmidt war schon an Uwe Lyko vergeben und Jürgen Becker muss ja die Sendung moderieren. Da blieb mir trotz meines hohen Alters nichts anderes übrig, als mich in Frauen-Klamotten zu zwängen. Das hätte ich mir in meinem Leben nicht mehr vorgestellt. Das kann ich Ihnen sagen - das ist schon sehr speziell.

Uwe Lyko hat gesagt, als er Sie zum ersten Mal im "Loki-Kostüm" gesehen hat, sei er vor Lachen zusammengebrochen.

Schmickler: Das tut er noch immer.

Wie schnell waren Sie vom Erfolg der Nummer überzeugt und was macht den Erfolg aus Ihrer Sicht aus?

Schmickler: Wichtig ist, dass wir es freundlich machen. Loki und Smoky ist in keiner Weise bösartig oder zynisch. Wir erfreuen uns einfach nur an zwei älteren Herrschaften mit einer Nikotin-Marotte.

Wie schwer fällt es Ihnen als bekennender Raucher, Lokis Zigarette die meiste Zeit nur in der Hand zu halten?

Schmickler: Da täuschen Sie sich. Ganz so ist es nicht. Ich komme schon, dazu auch mal an der Zigarette zu ziehen. Das ist für mich der angenehme Nebeneffekt: eine Sendung im Fernsehen, in der noch geraucht wird.

Aber Uwe Lyko hat sich das Rauchen eigentlich abgewöhnt, oder?

Schmickler: Das stimmt, aber bei Loki und Smoky und vorher bei der Probe raucht er jeweils eine Zigarette.

Er pafft doch nur...

Schmickler: ...nein, nein, er raucht auch richtig. Er macht irgendwie so ein Mittelding.

Wie sehr müssen Sie Ihre Körperhaltung ändern, um als Loki zu rauchen?

Schmickler: Sich in eine solche Strumpfhose zu zwängen, ist schon ganz schlimm. Als ich mich in diesen Frauenklamotten anfangs breitbeinig hingesetzt habe, hagelte es empörte Zuschriften. So würde eine Frau niemals sitzen, hieß es. Beim nächsten Mal habe ich mich darauf eingestellt. Bauch eingezogen, gerade hingesetzt, Beine zusammen, ganz auf feine Dame gemacht – dann raucht man von alleine so.

Wie hat Helmut Schmidt Ihr Leben geprägt?

Schmickler: In seiner aktiven Zeit war er für uns alles andere als ein einfacher Kanzler. Ich sage nur Nato-Doppelbeschluss, RAF-Hysterie, Friedensbewegung. Er war derjenige, an dem wir uns richtig abgearbeitet haben. Nach Willy Brandt war dieser Mann ein Schock. Ich hätte nicht geglaubt, dass ich ihn eines Tages sympathisch finden könnte.

Wie erklären Sie sich die nach wie vor ungebrochene Popularität des Altkanzlers?

Schmickler: Er hat nichts zu verantworten. Beispielsweise ist er, soweit ich weiß, konsequent gegen den Einsatz deutscher Soldaten im Ausland. Er kann zu allem und jedem etwas sagen, ohne es zu verantworten. Er ist eine Art Überkanzler, der über allen Parteien schwebt und bietet damit eine Projektionsfläche für jeden. Außerdem finden die Leute sein einfaches Leben sympathisch: Reihenhaus, Grünkohl. Das nehmen ihm die Menschen einfach ab.

Herr Schmickler, danke für dieses Gespräch.

Schmickler: Frohe Weihnachten.


 
weitere Artikel
 
Links zu diesem Artikel
 

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Viele Sauerland-Gegner gehen zur Wahl

Wir berichten aktuell aus Duisburg

Viele Sauerland-Gegner gehen zur Wahl

Heute können die Duisburger Oberbürgermeister Adolf Sauerland abwählen. Viele scheinen diese Möglichkeit zu nutzen, besonders junge Leute st ... mehr 

Fliesenmarkt brennt nieder

Remscheid

Fliesenmarkt brennt nieder

Bei einem Großbrand zerstörte das Feuer einen Fliesenfachmarkt an der Freiheitstraße. Über ... mehr 

mehr Gesellschaft
aus der Region

Reaktionen auf Whitney Houstons Tod

Die Musikwelt ist "sprachlos" und "schockiert"

Pop- und Soul-Diva

Whitney Houston ist tot

Videos

Ringerin aus Krefeld trainiert für Olympiaqualifikation

Aline Focken ist 20 Jahre alt und träumt von Olympia. Die Krefelderin hat die Chance sich für die olympischen Spiele 2012 in ... mehr 

Gefallener Stern: Whitney Houston ist tot

Die Sängerin starb im Alter von nur 48 Jahren. Sie wurde in einem Hotel in Beverly Hills gefunden. Houston hatte lange mit Rauschgift- und ... mehr 

Mehr Gesellschaft

Bremer "Tatort"

Wahnsinn, Mord und Wirklichkeit

Es geht um Mord, aber auch um die Diskrepanz zwischen Wahn und Wirklichkeit im neuen Bremer "Tatort". Es geht diesmal eher weniger um die Kommissarin Inga Lürsen, gespielt von Sabine Postel - und das, obwohl es ihr Jubiläums-"Tatort" ist. mehr

 

Gewinnerin bei "The Voice of Germany"

Ivy Quainoo - die Anti-Lena

Erst ganz zum Schluss zeigte Ivy Quainoo Nerven: Weinend bedankte sich die 19-Jährige bei ihrer Familie und den Zuschauern. Sie ist die Gewinnerin von "The Voice of Germany". Und das, obwohl sie allen gängigen Castingshow-Klischees widerspricht. Zum ... VON Carola Siedentop  mehr

 

Gänsehaut und große Gefühle

Ivy Quainoo gewinnt "The Voice of Germany"

 

"The Voice of Germany"

Einmal Star-Potential, bitte!

 

Bestes Pressefoto 2011

Das Bild des Arabischen Frühlings

 

"Unser Star für Baku"

Viel Langeweile, ein wenig Spannung

Bilderstrecken
Kates Hochzeit beschert Pippa Imagewechsel
Kates Hochzeit beschert Pippa Imagewechsel
Am Tag der Hochzeit ihrer großen Schwester, Herzogin .. mehr 
 
Kates Hochzeit beschert Pippa Imagewechsel
Kates Hochzeit beschert Pippa Imagewechsel
Am Tag der Hochzeit ihrer großen Schwester, Herzogin ..
mehr 
Die Playmates des Jahres 2011
Die Playmates des Jahres 2011
Ein Jahr ist schon fast wieder rum und der ..
mehr 
Herzogin Kate - schlicht, elegant und einfach schön
Herzogin Kate - schlicht, elegant und einfach schön
Bei einem Wohltätigkkeits-Konzert von Gary Barlow ..
mehr 
Die Absagen zur "Wetten, dass..?"-Nachfolge
Die Absagen zur "Wetten, dass..?"-Nachfolge
Der Nachfolger von Thomas Gottschalk muss in ..
mehr 
Victoria Beckham wird als Designerin geehrt
Victoria Beckham wird als Designerin geehrt
Victoria Beckham hat es geschafft: Mit dem Preis ..
mehr 
Rihannas Auftritt in Liebestöter-Wäsche
Rihannas Auftritt in Liebestöter-Wäsche
Eigentlich ist Sängerin Rihanna für ihren ..
mehr 
Bremer "Tatort": Ordnung im Lot
Bremer "Tatort": Ordnung im Lot
Inga Lürsen und Assistent Stedefreund stoßen ..
mehr 
Whitney Houston ist tot - Reaktionen aus der Musikwelt
Whitney Houston ist tot - Reaktionen aus der Musikwelt
Die Musikwelt trauert um eine der schönsten ..
mehr 
 
Top-Services