Auszeichnung der Bauer Verlagsgruppe / Sechs Kategorien: "Goldene Feder": Ehrenpreis für Alice Schwarzer
zuletzt aktualisiert: 14.05.2004 - 21:26Hamburg (rpo). Am Abend wurde in Hamburg die "Goldene Feder" verliehen. Der Medienpreis der Bauer Verlagsgruppe erreicht jedes Jahr Persönlichkeiten, die kontinuierlich und erfolgreich in und mit den Medien arbeiten. In diesem Jahr wurden unter anderem Alice Schwarzer und Guido Knopp ausgezeichnet.
Ausgezeichnet wurden die Journalistin und "Emma"-Herausgeberin Alice Schwarzer mit einem Ehrenpreis, Schauspieler Heiner Lauterbach (Kategorie "Schauspiel"), "FAZ"-Herausgeber Frank Schirrmacher (Kategorie "Print"), der Violin-Virtuose Julian Rachlin (Kategorie "Unterhaltung") sowie der Publizist und Leiter der ZDF-Redaktion "Zeitgeschichte" Guido Knopp (Kategorie "TV/Dokumentation"). In der Kategorie "Unternehmenskommunikation", die in diesem Jahr zum ersten Mal vergeben wurde, ging der Preis an Joachim Hunold, geschäftsführender Gesellschafter der Fluglinie Air Berlin.
In der Begründung der Jury für den Ehrenpreis hieß es, Schwarzer habe "die Medien genutzt, um Diskussionen anzustoßen und ihre Botschaften zu vermitteln". Sie polarisiere, habe "aber unbestreitbar gesellschaftspolitische Veränderungen in Deutschland maßgeblich mitgestaltet". Über Lauterbach sagte die Jury, in Filmen wie "Männer", "Rossini" oder "Der Campus" habe er das deutsche Kino wie nur wenige andere geprägt.
Zum Anlass für die Ehrung Schirrmachers nahm die Jury dessen Buch "Das Methusalem-Komplott". Mit diesem Werk habe er "die Debatte über den Alterungsprozess westlicher Gesellschaften weit vorangetrieben". Der 27-jährige Geiger Rachlin wurde als einer der "besten Interpreten klassischer Musik unserer Zeit" ausgezeichnet. Sein besonderer Verdienst ist nach Ansicht der Jury, "dass er es geschafft hat, mit seinen Interpretationen auch jüngere Menschen für Klassik zu begeistern".
Über Knopp urteilten die Juroren, der 56-jährige Publizist und Historiker habe einem Millionen-Publikum eine scheinbar trockene historische Materie als spannendes Fernseh- und Leseerlebnis vermittelt. Historische Figuren würden "in seinen Dokumentationen menschlich". Air-Berlin-Chef Hunold wurde für sein unternehmerisches Können und seine "kommunikativen Fähigkeiten" gelobt. Dabei nutze er auch das von ihm verfasste Editorial des Bordmagazins, um "seine eindeutigen Meinungen zu politischen Diskussionen und zur Wahrung unternehmerischer Freiheiten zu vermitteln".
Die Verleihung im Rahmen einer festlichen Gala wurde von Johannes B. Kerner moderiert. Die "Goldene Feder" geht jedes Jahr an Persönlichkeiten, die in und mit unterschiedlichen Medien kontinuierlich erfolgreich arbeiten. Alle Preisträger werden ausgewählt von einer Jury aus Chefredakteuren der Bauer Verlagsgruppe.
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