"Leute mit Taschen voller Geld nach Prag geschickt": Gottschalk bezahlt Stargäste auch mit Gold
zuletzt aktualisiert: 02.10.2003 - 12:32München (rpo). Große Namen sind das Salz in der Suppe einer Fernsehshow. So auch bei "Wetten, dass...?". Doch wie bekommt man die Leute in die Sendung? Dass das gar nicht so einfach ist, davon kann Thomas Gottschalk ein Liedchen singen. So musste das ZDF einen Star sogar mit Goldmünzen bezahlen.
"Will Smith, mein Stargast für Samstag, hat vor ein paar Tagen abgesagt, das ärgert mich. Dann sind wir Yoko Ono nachgerannt, die hat sich inzwischen auch erledigt", sagte der Showmaster der "Süddeutschen Zeitung".
"Wir haben schon Leute mit Plastiktaschen voller Geld nach Prag geschickt, um einen Weltstar abzuholen." Der argentinische Fußball-Weltmeister Diego Maradona "wurde mit Goldmünzen bezahlt", sagte Gottschalk.
Sein Bruder und Manager Christoph Gottschalk erklärte, hilfreicher seien oft die Werbepartner der Weltstars. Wenn David Beckham ein Flugzeug, Bodyguards und Kindermädchen fordere, könne er den Mobilfunkkonzern Vodafone um Hilfe bitten.
"Das Handy integrieren wir dann so in die Show, dass Thomas seinen Gast fragt, was denn seine Frau Victoria gerade so mache, und dann holt David das Handy heraus, und alle sehen, wie Victoria uns zuwinkt", erklärte Christoph Gottschalk. Das ZDF spare Geld, der Zuschauer Gebühren.
Nur elf Prozent der Zuschauer störe solche Reklame. Thomas Gottschalk sagte: "Die Schumachers oder der Montoya, die können natürlich mit ihren vollbeklebten Boliden und Helmen reinfahren. Diese Stars will ich, diese Stars brauche ich. Neben dem gesponserten Beckham sitzt dann aber auch ein Maximilian Schell mit seinem schwarzen, ungesponserten Wollschal."
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