Bayerischer Fernsehpreis: Hannelore Elsner für Lebenswerk ausgezeichnet
zuletzt aktualisiert: 19.05.2006 - 21:12München (rpo). Die Schauspielerin Hannelore Elsner ist am Freitagabend für ihre große Karriere mit dem Ehrenpreis des Bayerischen Fernsehpreises ausgezeichnet worden. Ebenfalls geehrt wurden unter anderem Heike Makatsch, Felicitas Woll und Fritz Wepper.
Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) würdigte Hannelore Elsner bei dem Festakt im Münchner Prinzregententheater als "First Lady des deutschen Fernsehens". Weitere "Blaue Panther" gingen in diesem Jahr unter anderen an die Schauspieler Heike Makatsch, Jutta Speidel, Felicitas Woll, Matthias Brandt und Fritz Wepper sowie Produzent Nico Hofmann, Moderator Frank Plasberg und Regisseur Matti Geschonneck.
Hannelore Elsner (63) hat bisher in über 150 Kino- und TV-Filmen mitgewirkt. "Mit ihrer wunderbaren Wandelbarkeit ist sie längst eine Legende und eine der vielseitigsten Schauspielerinnen im deutschen Film und Fernsehen", hob Stoiber laut Redemanuskript hervor.
Bei den Fernsehpreisen für die besten Darsteller hatte die Jury in diesem Jahr erstmals insgesamt 14 Nominierungen ausgesprochen. Im Bereich Fernsehspiel- und -film setzte sich Heike Makatsch mit ihrer Darstellung der Margarete Steiff im gleichnamigen ARD-Film durch. Bei den Männern überzeugte Matthias Brandt die Jury mit seinem Spiel eines intellektuell zurückgebliebenen Familienvaters in dem ARD-Film "In Sachen Kaminski".
Im Bereich Fernsehserien zahlten sich der Dauerstreit von Bürgermeister Wöller und Schwester Lotte in der ARD-Erfolgsserie "Um Himmels Willen" aus: Sowohl Jutta Speidel als auch Fritz Wepper wurden mit einem "Blauen Panther" für ihre "brillanten" Leistungen ausgezeichnet. Speidel ist inzwischen aus der Serie ausgestiegen.
Mit dem Sonderpreis des Bayerischen Fernsehpreises 2006 wurde Produzent Nico Hofmann für die Fernsehfilme "Dresden" (ZDF), "Die Luftbrücke" (Sat.1) und "Die Sturmflut" (RTL) geehrt. Hofmann sei es mit diesen Dramen aus den verschiedenen Epochen jüngerer deutscher Geschichte gelungen, "Millionen von Zuschauern zu faszinieren und glänzend zu unterhalten", betonte die Jury.
Erstmals Nachwuchsförderpreis
Den erstmals vergebenen Nachwuchsförderpreis erhielt Felicitas Woll für ihre Darstellung der Krankenschwester Anna im ZDF-Kriegsdrama "Dresden". Woll habe "mit ihrem großen Talent und ihrer Natürlichkeit" der Figur Wärme und Eindringlichkeit gegeben, lautete die Begründung.
Im Bereich Information ging ein "Blauer Panther" an den Moderator der WDR-Talkshow "Hart aber fair", Frank Plasberg. Er beweise Woche für Woche, "dass 90 Minuten politisches Programm nicht eine Minute zu lang sind", lobte die Jury. Regisseur Matti Geschonneck wurde für seine "gedanken- und emotionsreichen" Fernsehfilme "Die Nachrichten" (ZDF) und "Silberhochzeit" (ARD) ausgezeichnet.
Der Bayerische Fernsehpreis wird seit 1989 von der Bayerischen Staatsregierung verliehen. Er war in diesem Jahr mit insgesamt 130 000 Euro dotiert. Zu den weiteren Preisträgern zählen unter anderen Joachim Lang für die von ihm geleitete Sendereihe "Tigerenten Club", Beate Langmaack für ihr Drehbuch zur "Polizeiruf 110"-Folge "Vorwärts wie rückwärts", Klaus Feichtenberger für Buch und Regie in der Dokumentarrreihe "ZDF Expedition - Der Kontinent" sowie der Kabarettist Frank-Markus Barwasser alias Erwin Pelzig und die BR-Sendung "Aufgemerkt! Pelzig unterhält sich". RTL überträgt eine Aufzeichnung der Fernsehgala am Sonntag ab 22.15 Uhr.
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