Zweite Show im Ersten: Harald Schmidt: "Habe versprochen, dieses Jahr zu sterben"
VON DAS INTERVIEW FÜHRTE WOLFGANG WITTENBURG - zuletzt aktualisiert: 15.02.2007 - 10:11Düsseldorf (RP). Harald Schmidt, Entertainer und Zyniker vom Dienst, bekommt heute eine zweite Show im Ersten: „Pssst…“ ist angelehnt an Robert Lembkes legendäre Ratesendung „Was bin ich?“. Unser Autor traf den Talker.
Sie wagen mit Ihrer Rateshow „Pssst...“ einen Neustart im Vorabendprogramm der ARD. Wie kam es dazu?
Harald Schmidt „Pssst...“ ist ein Ratespiel, das wir vor 15 Jahren im dritten Programm des WDR mit 80 Folgen gemacht haben. Das war damals recht erfolgreich, und wir haben es parodistisch in meiner Show nachgespielt. Dann kam die Idee: „Ach, könntet ihr das nicht noch mal wieder machen?“.
Mit welcher Besetzung, mit welchem Rate-Team wird die Sendung ausgestrahlt?
Schmidt Zunächst hatten wir das Original-Rate-Team von damals wieder eingeladen: Mariele Millowitsch, Elke Heidenreich, Ingolf Lück und Herbert Feuerstein. Und die beiden Damen wollten es nur machen, wenn „Pssst...“ auch in Original-Konstellation wieder gelaufen wäre. Das wurde dann aber aus verschiedenen Gründen nicht so gemacht.
Wer wird nun also das Rate-Team bei „Pssst...“ bilden?
Schmidt Wir machen die Sendung mit unterschiedlichen Konstellationen. In den ersten drei Sendungen sind Manuel Andrack, Nathalie Licard, Charlotte Roche und Herbert Feuerstein dabei; die nächste Gruppe setzt sich aus Oliver Pocher, Nora Tschirner, Ingolf Lück und Jenny Elvers-Elbertzhagen zusammen. Außerdem mit dabei sind Kurt Krömer, Piet Klocke, Annette Frier, Frank Plasberg und Christine Westermann. Die zwölf Folgen sind an zwei Wochenenden aufgezeichnet worden. In welcher Reihenfolge sie ausgestrahlt werden, ist nicht mehr meine Entscheidung.
Welche Quote müssen Sie erreichen, damit „Pssst...“ als Erfolg gilt?
Schmidt Programmdirektor Günter Struve hat gesagt, wenn es mir gelingt, die fünf Prozent, die die ARD jetzt hat, auch nur um ein Fitzelchen zu steigern... Das klingt leicht, ist aber auf dem Termin wirklich nicht einfach.
Wie zufrieden sind Sie mit Ihrer Einschaltquote bei „Harald Schmidt“?
Schmidt Darüber diskutiere ich auch oft mit meinem Redakteur: Zählt die Zuschauerzahl oder der Marktanteil? Für mich zählen die Zuschauerzahlen, denn ich sage immer: Marktanteile kaufen keine Bücher! Man weiß ja, warum Shows im ZDF bis 0.40 Uhr gesendet werden. Weil natürlich immer mehr Leute schlafen gehen, einschlafen oder vor dem Fernseher sterben - aber die Kiste läuft weiter. Also, der Sendeplatz kann nach meinem Geschmack nicht spät genug sein.
Wird es auch in diesem Jahr Extra-Sendungen wie mit Waldemar Hartmann geben?
Schmidt Es ist geplant, dass wir während der Olympischen Spiele zusammen nach Peking gehen.
Sie werden in diesem Jahr 50. Sind Sie jemand, der sich gerne feiern lässt?
Schmidt Ich konnte mich nicht dagegen wehren. Klaus Michael Heinz, der für mich zuständige Redakteur, bearbeitet jeden schon mal vorab, der ein wenig nach Nachruf aussieht. Und ich habe ihm versprochen, in diesem Jahr zu sterben, damit er das dann senden kann.
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