Sommerpause vorbei: Hugo Egon Balder startet neue Fragerunde
VON VERENA SCHÜRHOLZ - zuletzt aktualisiert: 07.07.2006 - 13:02Düsseldorf (RP). Die Sommerpause war kurz. Gerade mal vier Wochen, in denen Hugo Egon Balder nicht hämisch grinsend über seine Brille schielte und komische, sinnlose Dinge fragte, wie: „Warum nennt man gepökeltes Schweinefleisch auch Eisbein“?“ oder „Was ist der Schnepfenstrich?“ Ab heute zeigt Sat.1 neue Folgen der Improvisations-Rateshow „Genial daneben - Die Comedyarena“.
In der ersten Folge zeigen Jürgen von der Lippe, Oliver Kalkofe, Guido Cantz und die beiden Dauer-Rategäste Hella von Sinnen und Bernhard Hoecker ihr (Nicht-)Wissen. Letzterer hatte sich am vergangenen Sonntag beim Eselrennen im „ZDF-Fernsehgarten“ das Schlüsselbein gebrochen. Dennoch wird Hoecker heute völlig unversehrt am Ratetisch sitzen: Die neue Staffel wurde noch vor der Fußballweltmeisterschaft aufgezeichnet. „Mitte Juli stehen die nächsten Dreharbeiten an“, sagt eine Sprecherin der Produktionsfirma Hurricane. „Wir hoffen, dass er seine Armschlinge dann schon los ist.“
„Genial daneben“ hat sich seit dem Start bei Sat.1 im Januar 2003 zu einem echten Erfolgsformat entwickelt. Anfangs wollte kein Sender die Show übernehmen - Balders Konzept lag sechs Jahre in der Schublade. „Improvisieren geht nicht, man weiß ja nicht was die da sagen“, fasst der 56-Jährige die damaligen Bedenken der Senderchefs zusammen. „Alle waren der Meinung, man muss etwas lesen vorher, man muss wissen, was passiert. Hier ist aber wirklich alles improvisiert.“ Genau darin sieht Balder die Stärke der Show.
Auch seine Gäste - Dieter Nuhr, Herbert Feuerstein, Cordula Stratmann und Ingo Appelt sind regelmäßig dabei - mögen die Sendung. Weil sie dort vor großem Publikum ihr Improvisationstalent zur Schau stellen können. Aber auch, weil der Auftritt so unkompliziert ist: „Sie müssen keinen Text lernen. Sie können fünf Minuten vorher da sein. Ich sage denen nicht, was passiert - das ist das Schöne an diesem Konzept, das eigentlich keines ist“, erklärt Balder, der sich von seinem „Tutti-Frutti-Image“ inzwischen frei gemacht hat.
Bei „Genial daneben“ gibt Balder den sachlichen, manchmal auch strengen Moderator, der den Kindergeburtstag der ratenden Komiker im Griff hält. „Ich sehe denen an, ob noch was kommt oder ob sie ihr Pulver verschossen haben“, sagt er. Dann greift Balder ein und gibt die richtige Antwort. Um die gehe es allerdings „nur am Rande“. Balder: „Der unterhaltsame Weg dahin ist das Ziel.“
Wer sich aber doch eher für die Antwort als für den Weg interessieren sollte: „Eisbeine“ heißen „Eisbeine“, weil früher aus den Röhrenknochen Schlittschuhe hergestellt wurden. Und der „Schnepfenstrich“ ist nichts anderes, als der Suchflug der männlichen Schnepfe während der Paarungszeit.
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