Kommissarin Sängers letzter Fall: Ihr letzter "Tatort" ist einer ihrer härtesten
VON RP/DDP - zuletzt aktualisiert: 04.09.2010 - 20:46Düsseldorf (RP). In ihrem 18. Fall versuchen die beiden Kommissare Charlotte Sänger (Andrea Sawatzki) und Fritz Dellwo (Jörg Schüttauf) die Unschuld ihres Ex-Chefs Rudi Fromm zu beweisen, der unter Mordverdacht steht. In dem letzten Kriminalfall mit den beiden hessischen Ermittlern geht es um Lynchjustiz und menschliche Abgründe.
Nach 20 Jahren wird Nick Graf aus der Haft entlassen. In den 70er und 80er Jahren hat er mit seiner Frau Gina eine Serie von brutalen Banküberfällen begangen. Jetzt ist er todkrank und hat nichts mehr zu verlieren. Graf hat nur noch einen Gedanken: Bevor er stirbt, will er sich an Rudi Fromm, der ihn damals verhaftet hat, rächen.
Obwohl Fromm inzwischen im Ruhestand ist, nimmt er den Kampf auf; er taucht unter und will Graf auf eigene Faust finden. Fritz Dellwo und Charlotte Sänger versuchen alles, um Fromm aufzuspüren und das Schlimmste zu verhindern.
Bei der Suche nach Graf und Fromm erfahren sie Dinge über ihren Chef, von denen sie bisher keine Ahnung hatten. Als der Verdacht aufkommt, dass Rudi Fromm selbst ein Mörder sein könnte, wehrt sich Dellwo vehement gegen diese Vorstellung. Fritz ist fest davon überzeugt: Rudi ist nicht fähig zu einem Mord.
Sicher ist in diesem Fall nur eines: "Am Ende des Tages", so auch der Titel des Krimis, wird die Welt eine andere sein. Und, so lautet die zweite Botschaft: Nichts ist sicher in dieser Welt. Weder das Vertrauen in den vermeintlich wohl vertrauten Chef, noch der Glaube daran, dass auf jeden Abend auch ein Morgen folgt.
Der Beginn des Krimis versinnbildlicht diese düstere Verheißung: Ohne Vorwarnung findet sich der Zuschauer in einem Albtraum wieder. Neu-Rentner Fromm hat sich in die Buchhändlerin Bea (Brigitte Karner) verliebt und denkt an eine Zukunft mit ihr. Doch das Glück wird jäh zerstört: Bea wird nach einem Schäferstündchen kaltblütig vor Fromms Augen ermordet - auch für die Zuschauer ein schockierender Einstieg. Und damit ist der rücksichtslose Täter noch nicht am Ende seines brutalen Vorgehens.
Auch der letzte „Tatort“ mit Andrea Sawatzki und Jörg Schüttauf als Frankfurter Ermittlerteam überzeugt. Die beiden Schauspieler ermitteln seit 2002 zusammen in Frankfurt. Das Ende des Duos ist bereits seit August 2009 bekannt. Schauspielerin Andrea Sawatzki begründete die Entscheidung in einem Interview mit der Zeitschrift „TV Movie“ damit, dass sie die zunehmende Routine brechen wolle.
Sie wolle nicht ewig als "Tatort"-Kommissarin durchs Fernsehen stiefeln, verriet die 47-Jährige unklängst der Bild-Zeitung. "Acht Jahre sind genug. Jetzt bin ich frei", betonte sie. Sie habe spannende Angebote, auch Komödien. "Und ich muss sagen, dass es Spaß macht, die Leute zum Lachen zu bringen. Im 'Tatort' lacht man ja eher selten", sagte Sawatzki.
Man sei als "Tatort"-Gesicht sehr festgelegt, sagte Sawatzki der "Bild"-Zeitung. Manche Leute glaubten mittlerweile wirklich, dass sie bei der Polizei sei. "Da ist es Zeit, seinen Dienst zu quittieren", sagte sie.
Für ihre Figur Charlotte Sänger wäre allerdings noch Arbeit da, fügte sie hinzu. "Da sind noch ein paar Leichen über, deren Mörder es zu finden gilt. Denn Charlotte mag ich sehr. Es wäre schade, wenn sie sterben würde, aber vielleicht gibt es ein Wiedersehen in einem anderen Format, mal sehen."
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