Fehlbetrag von 388 Millionen Euro in den nächsten vier Jahren: Immer weniger zahlen GEZ-Gebühren
zuletzt aktualisiert: 07.05.2004 - 09:42München (rpo). Schwarzseher haben Konjunktur. Immer weniger TV-Zuschauer und Radiohörer zahlen nämlich Rundfunkgebühren. Das führt zu einem Fehlbetrag von 388 Millionen Euro in den nächsten vier Jahren.
Laut einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" (Freitagausgabe) unterrichteten die Rundfunkanstalten ARD und ZDF und deren Gebühreneinzugszentrale (GEZ) die Bundesländer über einen voraussichtlichen Fehlbetrag von 388 Millionen Euro in den nächsten vier Jahren. Grund seien insbesondere hohe "Forderungsausfälle", weil die GEZ immer mehr auf Zahlungs- und Mahnbescheiden sitzen bleibe.
Arbeitslosigkeit und Nullrunden verantwortlich
Verantwortlich für die hohen Ausfälle der Einnahmen seien die hohe Arbeitslosigkeit, Nullrunden bei den Löhnen und sinkende Renten, hieß es. In diesem Jahr werde man erstmals in der Geschichte des Gebühreneinzugs die zuvor prognostizierten Erlöse nicht erreichen.
Ergebnisse einer internen Hochrechnung der GEZ zeigten, dass von 2005 bis 2008 mit zusätzlichen Forderungsausfällen von 375 Millionen Euro zu rechnen sei. Hinzu kämen mehr Gebührenbefreiungen als bislang angenommen. Zusammen ergebe das 388 Millionen Euro weniger Einkünfte als erwartet.
Für die Gebührenkommission KEF kommt die Vorhersage dem Bericht zufolge aber zu spät: Diese habe eine Erhöhung der Rundfunkabgabe von 16,15 Euro auf 17,24 Euro vorgeschlagen. Fehlbeträge müssten von den Anstalten mit Sparmaßnahmen ausgeglichen werden.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum








