73-Jähriger räumt bei Jauch ab: "James Bond ist Allgemeinbildung"
zuletzt aktualisiert: 09.03.2005 - 08:06Düsseldorf (rpo). Lange hat es bei der Quiz-Show "Wer wird Millionär" keinen Kandidaten mehr gegeben, der sich souverän durch sämtliche Fragen gekämpft hat und durch seine symphatisch-altkluge Art die Herzen der Zuschauer erorbern konnte. Der 73-jährige Student aus Überzeugung aber schaffte, was Günther Jauch nur noch in Erstaunen versetzte. Warum Alfred Lorani so weit gekommen ist und weshalb James Bond für ihn zur Allgemeinbildung gehört, hat er jetzt im Interview verraten.
Unmittelbar nach der Sendung standen die Zuschauer bei Günther Jauch Kopf. Der pensionierte Maschinenbauingenieur hörte bei der Millionenfrage auf, dem "schönsten Moment" seines Lebens. Zuvor fieberten Millionen am Bildschirm mit und drückten Alfred Lorani die Daumen.
Doch der 73-Jährige hatte kaum Unterstützung nötig. Schließlich studiert er fünf Fächer gleichzeitig und hatte so ziemlich auf jede Attacke Jauchs eine clevere Antwort.
Da staunte dieser nicht schlecht als Lorani mühhelos beantworten konnte, dass der US-Präsident im Weißen Haus unter der Postanschrift 1600 Pennsylvania Avenue residiert. Schließlich habe Lorani gerade eine Prüfung zu amerikanischer Demokratie belegt.
Auch Jörg Pilawa war begeistert von dem belesenen Rentner und lud ihn spontan in in seine Show ein. Dort verriet er ein weiteres Geheimnis seines Erfolges: "Wichtig ist vor allem, dass man bei der Auswahlfrage nicht nur schnell die Reihenfolge der Antworten eintippt, sondern anschließend schnell den grünen Knopf drückt. Das vergessen 30 Prozent der Kandidaten."
Zu Hause habe er sich auf eine kleine Pappschachtel die Anordnung der Knöpfe gemalt und schnelles Tippen trainiert.
Dass auch die 500.000-Euro-Frage, welcher Kinoheld seinen Namen einem gleichnamigen Vogelkundler verdankt, Lorani nicht beeindrucken konnte, zeigte er deutlich: "James Bond gehört schließlich zur Allgemeinbildung."
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