Klatsch vor dem Mittagesssen: Jenny Elvers plauderte aus Promi-Nähkästchen
zuletzt aktualisiert: 14.04.2004 - 10:55Berlin (rpo). Jenny Elvers hat schon mal besser ausgesehen. Am Dienstag gab sie als Plaudertasche aus dem Promi-Nähkästchen in ihrer neuen Sendung "Klatsch TV" eine blasse Figur ab.
Moderatorin Jenny Elvers-Elbertzhagen, die in der Vergangenheit als blonde Partyqueen immer wieder selbst für Schlagzeilen gesorgt hatte, konnte kaum mit wirklichen Knallbonbons aus der Promi-Gerüchteküche aufwarten.
Daran konnten auch Co-Moderatorin Sibylle Weischenberg und die eingeladenen Journalistinnen Stefanie Brauner und Nadja Al-Chalabi mit ihrer Expertensicht auf die Dinge nichts ändern.
Die Fachfrauen tauschten sich eher wie seriöse Polit-Talkerinnen als wie Plaudertaschen aus. Zuerst auf dem Prüfstand: Die Ehe von Star-Fußballer David Beckham und Gattin Victoria, gebeutelt von Medienberichten über angebliche Sex-SMS-Affären des Sportlers. Während Weischenberg bezweifelte, "dass den Beckhams eine Scheidung ins Haus steht", Al-Chalabi aber nicht glaubte, "dass Victoria durchhält", entdeckte Brauner die menschliche Seite des Fußballgottes.
Der Insider-Talk brachte nur wenig Neues für die Zuschauer, die vielleicht auf erotische Details oder eine Reinwaschung ihres Idols gehofft hatten. Weischenbergs Verweis auf das "Familienunternehmen Beckham" deutete die enge Beziehung zwischen Geld und Klatsch nur an.
Ähnlich im Dunkeln blieben die Ausführungen über Top-Model Heidi Klum und Formel-1-Manager Flavio Briatore - beide laut Weischenbergs "genauen Informationen" immer noch ein Paar. Eifrige Leser der einschlägigen bunten Zeitschriften konnten sich sicherlich schon wonniger im Klatsch suhlen, uninformierte Zuschauer blickten in der knapp bemessenen Sendezeit sowieso nicht durch.
Auch die eingespielten Kurznachrichten waren weder skandalös noch brandneu. Einzige Ausnahme: Die Aufnahmen aus der U.S.-Show "Saturday Night Live", in der Sängerin Janet Jackson in einem Sketch als amerikanische Sicherheitsberaterin Condoleezza Rice auftrat. Jackson hatte als Parodie auf ihren eigenen barbusigen Skandalauftritt während des amerikanischen Super Bowl ihre Bluse geöffnet und wieder nackte Haut gezeigt, die vom Sender jedoch unkenntlich gemacht wurde.
Studiogast Frank Farian, Autor des Anti-Buchs "Stupid Dieser Bohlen - Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit über den Pop-Hochstapler", brachte schließlich ein wenig Kontroverse ins Studio. Zu seinem Leidwesen bekam der Musikproduzent für seinen Feldzug gegen Bohlen nur wenig Redezeit. Diese teilte er offensichtlich ungerne mit den Expertinnen, versuchte immer wieder einen verbalen Rundumschlag und wurde schließlich von Elvers-Elbertzhagen mit "Frank Farian ist jetzt mal leise" ruhig gestellt. Sein Kommentar über die Sendung: "sehr kurzweilig".
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