Früher Sendeplatz: Jugendschützer klagen über "Sex and the City"
zuletzt aktualisiert: 12.07.2006 - 12:24München (rpo). ProSieben steht Ärger wegen der Erfolgsserie "Sex and the City" in Haus. Der Sender strahlt die Serie über das aktive Sexleben vier New Yorker Frauen neuerdings um 18 Uhr aus. Freche Sprüche und nackte Haut gehören in jede Folge. Dies ruft jetzt Jugendschützer auf den Plan.
Es habe bereits mehrere Beschwerden von Zuschauern gegeben, die allzu offenherzige Szenen um Liebe und Sex und damit einen Verstoß gegen Jugendschutzbestimmungen befürchteten, sagte die Sprecherin der Kommission für Jugendmedienschutz (KJM), Verena Weigand, in Nürnberg.
Die KJM werde sich mit dem Thema beschäftigen. "Eine Prüfung kann aber immer erst nach Ausstrahlung der jeweiligen Folge stattfinden", fügte sie auf ddp-Anfrage hinzu.
ProSieben wollte ab Mittwoch um 18.00 Uhr wöchentlich alle sechs Staffeln der Serie rund um die New Yorker Freundinnen Carrie (Sarah Jessica Parker), Miranda (Cynthia Nixon), Charlotte (Kristin Davis) und Samantha (Kim Cattrall) wiederholen. Zuletzt war auf diesem Sendeplatz die Telenovela "Lotta in Love" zu sehen gewesen, die aber wegen schlechter Zuschauerzahlen auf den Sonntagmorgen (10.00 Uhr) verlegt wurde.
Vorsorglich hat der Sender für die Ausstrahlung von "Sex and the City" im Tagesprogramm mehrere Folgen bereits entschärft und Dialogpassagen oder Bildszenen mit eindeutig sexuellem Inhalt gestrichen. Daran werde weiter gearbeitet, sagte eine Sprecherin. Die Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen (FSF) nahm auf Antrag von ProSieben eine Prüfung mehrerer Folgen vor.
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