Fernseh-Eklat: Karasek kritisiert Heidenreich als "furienhaft"
zuletzt aktualisiert: 25.10.2008 - 17:50Hamburg (RPO). Literaturkritiker Hellmuth Karasek erwartet keinen Protest des Publikums nach der Absetzung der ZDF-"Lesen!"-Sendung mit Elke Heidenreich. "Das Publikum interessiert so etwas viel weniger, als es sich die TV-Helden von ihren Fans versprechen. Das Geschrei ist ebenso schnell vergessen wie die Show", sagte Karasek Medienberichten zufolge.
Er selbst vermisse bei Büchersendungen den "intellektuellen Streit", sagte der Autor dem "Spiegel". "Ich habe zum Beispiel keine gute Sendung über Charlotte Roches 'Feuchtgebiete' gesehen."
Über den Abgang von Heidenreich sagte Karasek: "Sie wollte in den Spuren des Eklats von Reich-Ranicki selbst einen Eklat produzieren, um zu zeigen, wie schlecht man sie beim ZDF behandelt." Leider sei in den Tagen danach "ein Amoklauf" daraus geworden. "Was sie etwa über Thomas Gottschalk gesagt hat, war höchst furienhaft", sagte der Kritiker.
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