Nach dem Stadl: Karl Moik möchte Show mit Swing
zuletzt aktualisiert: 21.03.2006 - 10:51Hamburg (rpo). Ex-Musikantenstadl-Moderator Karl Moik möchte mit einer neuen Musikshow das Fernsehen neu beleben. "Am meisten interessiert mich etwas, was mit Swing, meiner Leidenschaft, zu tun hat", erklärte der 67-Jährige in der ARD-Talksendung "Beckmann". Pläne hat Moik eigenen Angaben zufolge genug: "Es ist etwas im Busch."
Der Moderator zeigte sich skeptisch, ob es seinem Nachfolger Andy Borg gelingen wird, den Erfolg des "Musikantenstadls" zu halten. Moik sagte, nach seiner Ansicht hätte das Konzept der Show mit dem neuen Moderator angepasst werden müssen, aber das sei nicht geplant. Der 45-jährige Andy Borg hat im September Premiere.
Das Fernsehen ist nach Ansicht Moiks ein hartes Geschäft. "Wenn du in diesem Geschäft ganz oben bist, hast du keine Freunde. Freundschaften gibt es nicht", sagte er. "Du hast gute und weniger gute Bekannte, und du hast Leute, die du engagierst, weil sie aktuell sind." Nach fast 25 Jahren "Musikantenstadl" habe er heute nur drei echte Freunde, sagte Moik.
Ideenklau sei gang und gäbe im Fernsehgeschäft. "Wenn du jemandem eine Idee erzählst, kannst du 99,9-prozentig sicher sein, dass sie von irgendwem anders umgesetzt wird." Zu Beginn seiner Karriere sei er noch eine Plaudertasche gewesen, aber bald immer ruhiger geworden. "Man merkt, das Plaudern schadet dir. Je höher du aufsteigst, umso dünner wird die Luft", sagte Moik.
Dankbarkeit dürfe man im Showgeschäft nicht erwarten, sagte der Österreicher, der den "Musikantenstadl" erfand und als Entdecker von Sängern und TV-Moderatoren wie Stefan Mross, Hansi Hinterseer oder Florian Silbereisen gilt.
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