Burda schiebt Entscheidung auf: Kartellamt genehmigt Milchstraßen-Übernahme
zuletzt aktualisiert: 27.01.2005 - 12:06Bonn (rpo). Einer Übernahme der Verlagsgruppe Milchstraße durch die Hubert Burda Media steht aus kartellrechtlicher Sicht nichts mehr im Wege. Das Bundeskartellamt gab am Donnerstag grünes Licht. Frühestens im Februar will der Münchner Medien-Konzern einen Beschluss fassen, wie die Milchstraße ins Unternehmen eingegliedert wird.
Zurzeit befinde sich der Konzern in einer "Phase einer ergebnisoffenen Prüfung und in Informationsgesprächen" mit der Verlagsgruppe Milchstraße.
Burda hatte den Hamburger Verlag Ende Dezember 2004 von der italienischen Mediengruppe RCS Media Group (Rizzoli Corriere della Sera) gekauft. Zunächst wurden Jürgen Feldmann, Jan Gisbert Schultze und Helmut Markwort als Geschäftsführer in die Burda Rizzoli Verlagsbeteiligungs GmbH (BRV) berufen, die die Mehrheit an der Milchstraße hält und künftig Burda Verlagsbeteiligungs GmbH heißen wird. Der bisherige BRV-Geschäftsführer und Burda-Vorstand Paul-Bernhard Kallen bleibt im Amt. Er leitet mit Burda-Vorstand Markwort den Integrationsausschuss.
Die Verlagsgruppe Milchstraße erreichte mit ihren Zeitschriften der jüngsten Media-Analyse zufolge mehr als zehn Millionen Leser. Zu ihr gehörten die Programmzeitschrift "TV Spielfilm" , das Frauenmagazin "Amica" sowie "Cinema" und "Tomorrow". An der Zeitschrift "Fit for Fun" hält der Konzern Hubert Burda Media 80 Prozent, 20 Prozent gehören dem Gründungsverleger Dirk Manthey.
Burda hatte schon am Mittwoch bekannt gegeben, dass der frühere Milchstraßen-Titel "TV Spielfilm" nicht mit dem Burda-Programmheft "TV Today" zusammengelegt wird. Vielmehr sollen sich beide Zeitschriften eigenständig auf dem Markt behaupten.
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