Empörung über Papst-Parodie: Katholische Kirche ruft zu Boykott von "Anke Late Night" auf
zuletzt aktualisiert: 06.06.2004 - 10:46München (rpo). Anke Engelke hat es aber auch nicht gerade leicht: Erst muss sie sich über sinkende Quoten ihrer neuen Late-Night-Show sorgen, dann lästert ihr Ex-Freund Benjamin von Stuckrad-Barre über sie. Und nun ruft die katholische Kirche zum Boykott der Sendung auf.
Grund ist eine Papst-Parodie. Der Rundfunkbeauftragte des Erzbistums Hamburg, Andreas Herzig, empörte sich nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Focus" über einen "widerlichen Witz" über den kranken Papst. Engelke hatte demnach Papst Johannes Paul II. parodiert, wie er vergeblich versuchte, seine Geburtstagskerzen auszupusten. Dieser Auftritt sei "schäbig" gewesen, so der Theologe. Engelkes Vorgänger Harald Schmidt habe es nicht nötig gehabt, sich "auf dieses Niveau" zu begeben.
Der Sender Sat.1 hofft indes weiter auf bessere Quoten für seine Late-Night-Talkerin Anke Engelke. Engelke solle die Sommerpause hindurch im Gegensatz zur Talk-Konkurrenz auf Sendung bleiben, sagte Sat.1-Chef Roger Schawinski der "Bild am Sonntag". "Da hat sie die Chance, Zuschauer an sich zu binden. Wir hoffen mittelfristig auf einen Marktanteil von 14 Prozent." Schawinski forderte zudem: "Anke Engelke muss Rituale einführen, wie Harald Schmidt es auch gemacht hat. Die dicken Kinder von Landau oder seine Chinesen - in dieser Art bräuchte Anke Engelke auch etwas."
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