"Wetten, dass...?": Kein Bären-Dinner bei Gottschalk
VON URS LAMM - zuletzt aktualisiert: 08.11.2008 - 23:12Düsseldorf (RPO). Es hätte so schön sein können: Thomas Gottschalk wollte bei "Wetten, dass...?" einen Bären mit Sushi füttern – wenn er seine Wette verliert. Hat er aber nicht. So blieb den Zuschauern ein spektakuläres Finish einer wechselhaften Show vorenthalten.
Es kam bei "Wetten, dass...?" nicht zum Bären-Dinner. Dafür hatte die kleine Pauline gesorgt. Gottschalk wettete, dass es in Berlin kein Kind zwischen sechs und 14 Jahre gebe, dass den Flohwalzer auf dem Klavier schneller spielen könne als Pauline. Gottschalk behielt Recht, das Bären-Dinner fiel aus.
Die Frage, ob sich Thomas Gottschalk einmal mehr für ein extravagantes Outfit entschieden hatte, durfte an diesem Abend schnell und getrost mit einem Ja beantwortet werden: Der Moderator trug einen Gehrock mit Weste, eine Lederhose und Lederstiefel – alles in Lila. Oder in Kardinalsfarbe, wie Gast Günther Jauch meinte. Bei seiner Berlin-Rückkehr mit „Wetten, dass…?“ nach über dreijähriger Abstinenz brachte Gottschalk also durchaus Farbe ins Spiel. Passend dazu nahm im Verlauf des Abends auch noch Popstar Pink auf der Wettcouch Platz.
Für Farbtupfer hätten nach ursprünglicher Planung auch Boris Becker und Sandy Meyer-Wölden sorgen sollen. Doch nach der Blitz-Trennung des Glamourpaares folgte am Donnerstag die Absage. „Boris und Sandy hätten sich doch auch auf meiner Couch trennen können. Dafür ist sie doch da“, meinte Gottschalk, der gleich noch einen Tipp für Neu-Single Boris parat hatte. „Boris findet bestimmt schnell eine neue Frau. Es gibt in Deutschland im Moment doch so viele verlassene. Sarah Connor zum Beispiel. Oder Andrea Ypsilanti.“ Schrägen Humor hatte Gottschalk schon immer.
Cooler Ersatz für Boris
Kid Rock, der als Ersatz für Boris und Sandy auf der Wettcouch Platz nahm, machte seine Sache durchaus ordentlich. Sicher, den Charme einer jungen Blondine konnte der Rockstar nicht versprühen. Und über das Leben eines Tennis-Rentners wusste er auch nichts zu berichten. Dafür schlüpfte der 37-Jährige in die Rolle des coolen Rockers – stilecht mit Hut, Sonnenbrille und Goldschmuck. „Kid Rock ist alleinerziehender Vater. Jedes Kind hätte gerne so einen Papa“, ruft Gottschalk in die O2-World. Ob er das über Boris auch gesagt hätte?
Ein wenig enttäuschend war das Zusammenspiel von Günther Jauch und Thomas Gottschalk. Wussten die beiden Entertainer das Publikum in den achtziger Jahren in gemeinsamen Shows noch zu begeistern, war das Gespräch zwischen den beiden TV-Alphatieren dieses Mal eher langweilig. Immerhin: Jauch verlor seine Wette und musste zur „Strafe“ mit einem Band der Rhythmischen Sportgymnastik herumhantieren. Unter Anleitung von Ex-Turnstar Magdalena Brezska Mit hochgezogener Hose machte der 52-Jährige dabei – vorsichtig formuliert – eine ulkige Figur.
In altbekannte Muster verfiel Gottschalk, als Anke Engelke auf der Couch Platz nahm. Als die 42-Jährige begann über ihre Schwangerschaft zu reden, fasste der 58-Jährige den Star-Comedian an. „Er hat mich schon berührt. Vielleicht werde ich jetzt wieder schwanger“, witzelte Engelke. Gottschalk fühlte sich ertappt. „Ich mag meine Gäste. Mehr möchte ich damit nicht zeigen“, verteidigt er sich.
Thurman begeisterte
Zurückhaltender verhielt sich Gottschalk bei Pulp Fiction-Star Uma Thurman. Die Schauspielerin berichtete über ihre schwedischen Wurzeln, über ihren neuen Film sowie über die Prüdheit der Amerikaner. Außerdem erfuhren die Zuschauer, dass sie ein großer Barack Obama-Fan ist. Ein Bekenntnis, mit dem man in Deutschland durchaus Applaus ernten kann. So auch an diesem Abend in der O2-World.
Wetten gab es natürlich auch noch. Zu Beginn schoss ein Kandidat seinem Mitstreiter mit einem Locher zielgerecht Radiergummis in den Mund – Geschmackssache. Spannender war die Wette eines sportlichen jungen Mannes: 18 Stockwerke kletterte er an der Wand eines Hochhauses hinauf. Er war minimal schneller als ein mehrfach ausgezeichneter Treppenläufer. Kurios: Wettpatin Uma Thurman war von dem Spektakel so begeistert, dass sie spontan ein Auto als Preis für den Kletterathleten forderte. Sehr zur Begeisterung des Publikums. Ein weiterer Kandidat trat sich innerhalb von einer Minute 45 Mal an den eigenen Kopf. Der Mann ist originellerweise Lehrer.
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