Wiener Tatort am Sonntag: Kommissar Moritz Eisner rastet aus
zuletzt aktualisiert: 04.07.2010 - 15:21Wien (RP). Bevor Harald Krassnitzer wieder als „Winzerkönig“ (ab 12. Juli montags, 20.15 Uhr, ARD) für Sommerlaune sorgt, sind erst noch einmal seine Qualitäten als „Tatort“-Ermittler gefragt. Die "Operation Hiob" konfrontiert Krassnitzer als Wiener Sonderermittler Eisner mit den Schrecken der organisierten Kriminalität.
Der Tod kommt mit dem Müllauto: Als städtische Entsorger getarnt, richten unbekannte Täter auf dem Gelände einer Wiener Handelsfirma für „weiße Ware“ - Kühlschränke, Spülautomaten, Waschmaschinen - ein Blutbad an.
Schon klar, dass dort nicht nur Elektrogeräte vertrieben wurden, sondern auch Heroin: Das mafiöse Unternehmen ist seit geraumer Zeit im Visier der BKA-Drogenfahndung, die auch einen Undercover-Mann eingeschleust hat. Offenbar handelt es sich bei dem Überfall um das brutal statuierte Exempel eines verfeindeten Konkurrenzsyndikats.
Keine Superbullen, keine Luxushuren, keine Edelmafiosi, und selbst die tristen Großstadtstraßen sind hier porschefrei - bei der Wiener Verbrecherhatz geht’s ganz durchschnittlich zu.
Was nicht heißen soll, dass dieser Krimi nicht sehenswert ist. Geschickt und witzig wird hier das internationale Verbrechen als Hauptgang mit viel Wiener Schmäh und auch einem Schuss Melancholie gewürzt. Dass Eisner wieder einmal privat in den Fall involviert ist und er ausrastet, als seine Tochter Claudia zwischen die Fronten zu geraten droht, wirkt allerdings ein bisschen überzogen.
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