Gefahr der Belanglosigkeit: "Kommissarin" Folkerts warnt vor seichten "Tatort"-Drehbüchern
zuletzt aktualisiert: 07.06.2005 - 12:18Hamburg (rpo). "Tatort"-Kommissarin Ulrike Folkerts hat Bedenken, dass deutschlands älteste Krimiserie in die Belanglosigkeit steuern könnte. "Die Drehbücher werden schwächer", sagte Folkerts in der ARD-Sendung "Beckmann". Die Serie sei "weit davon entfernt, die Realität widerzuspiegeln".
Man müsse aufpassen, dass die Reihe "nicht zu seicht" werde - "und es gibt eine leichte Tendenz dazu", betonte die dienstälteste "Tatort"-Kommissarin und Darstellerin der Ermittlerin Lena Odenthal. Sie kritisierte zudem, sie habe "jetzt öfter erlebt, dass Dinge am Schluss noch zensiert und rausgeschnitten werden".
Nach Ansicht von "Tatort"-Kommissarin Sabine Postel wird die Krimireihe "immer mehr zum Familienprogramm. Da sitzen die Leute am Sonntagabend und wollen erleichtert ins Bett gehen." Folkerts sagte, sie wolle zwar keine Gewaltszenen im "Tatort" sehen, "aber die Grenze beginnt im Moment zu früh".
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