Öffentlich-rechtliche Sender schickten jeweils eigene Teams: Kritik an Fernsehübertragungen der Königshochzeit
zuletzt aktualisiert: 24.05.2004 - 09:33Köln (rpo). Die mehrstündige Fernsehübertragung der spanischen Prinzenhochzeit kommt den Gebührenzahler teuer zu stehen. Die öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF haben nämlich jeweils ein eigenes Kamerateam ausgesendet. Die Geldverschwendung hat vielfach Kritik ausgelöst.
Die mehrstündigen Fernsehübertragungen der spanischen Prinzenhochzeit in ARD und ZDF sind bei Medienexperten von CDU und FDP auf Kritik gestoßen. Mit Verweis auf die hohen Kosten der doppelten Live-Berichterstattung über die Hochzeit von Thronfolger Prinz Felipe und Letizia Ortiz erklärte der medienpolitische Sprecher der CDU, Günter Nooke, im Kölner "Express" (Montagausgabe): "Zur Hochzeit zwei Teams nach Spanien zu schicken, ist völlig absurd."
Auch Nookes FDP-Kollege Hans-Joachim Otto kritisierte: "Das ist eine unnötige Belastung des Gebührenzahlers." Otto riet den Sendern, sich künftig miteinander abzustimmen. ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender machte derweil im "Express" dem ARD-Programmdirektor Günter Struve das Angebot, in Zukunft abwechselnd von Ereignissen wie Hochzeiten in Königshäusern zu berichten.
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