Germanys Next Topmodel: Lara, wer ist eigentlich Lara?
VON ANDREA RACHUY - zuletzt aktualisiert: 02.04.2010 - 10:05Düsseldorf (RPO). Das ist gar nicht mehr wichtig. Lara flog als eher unscheinbares Mäuschen in der fünften Episode von Germanys Next Topmodel raus. Als einzige. Doch unter den 14 verbliebenen Mädchen gibt es noch ein paar, die auf den Laufstegen dieser Welt nichts zu suchen haben.
Bis sie die Spreu vom Weizen trennt, lässt sich Heidi Klum anscheinend noch ein Paar Runden Zeit. Problemlos weitergekommen sind in der New York Folge Pauline, Leyla, Laura, Neele und Miriam. Ebenfalls um den Titel des fünften Germanys Next Topmodels träumen Luisa, Alisar, Jaqueline, Viktoria, Hanna, Nadine, Wioleta, Catherine und Louisa.
Während der New York Fashion Week haben 15 Mädchen die Chance auf einen Job bekommen. Aber vorher mussten sie sich ganz schön verändern. Denn die Frisuren von ihren „Wald- und Wiesenfriseuren“, wie Heidi sich gewohnt charmant äußerte, reichen nicht aus für die Fashion Week.
Schnipp, schnapp Extensions ab
Miriam ist die erste und prädestiniert fürs Drama, denn sie trägt ihr Leben lang blonde lange Haare und möchte auch , dass das so bleibt. Sie will nicht irgendeinen „Vollpfosten“ an ihre geliebte Mähne lassen. Denn sie habe ihre Leben lang eigene Entscheidungen getroffen und will auch, dass das so bleibt. Statt ihr ihre schönen Haare abzuschneiden, gibts noch welche dazu. Die gar nicht „weiberhafte“ Stuntfrau bekommt Extensions.
Schnipp schnapp, Extensions ab hieß es für Laura aus Düsseldorf. Sie macht die perfekte Verwandlung durch, denn aus dem kaputtem Blond wird ein frecher dunkelbrauner Kurzhaarschnitt gezaubert.
Lara, die die später rausgeflogen ist, heulte um ihr mittelmäßig mittellanges Haar, das bis zum Kinn gekürzt wurde. Der Lockenbob steht ihr, macht die Unscheinbare aber leider auch nicht zum Model. Neele fühlte sich wie eine von Abba, mit ihrem Pony in die 70er versetzt. Bei Pauline passierte hingegen nix. Ihr Afro ist toll so, wie er ist.
„Nimm alles mit, was du als Model brauchst“
Danach gings für fünf zum Casting von Michael Angel. Kennt hierzulande keiner, macht aber nichts. Nachdem keine der Kandidatinnen so wirklich glänzte, entschied er sich gegen die deutschen Nachwuchsmodels. „Anscheinend sind wir doch noch ein bisschen zu klein für New York,“ brachte es Louisa auf den Punkt.
Währenddessen gingen die anderen zum Go-See-Checker, genauer gesagt zu einer der größten Castingagentinnen der Welt. So sollten sie alle wertvolle Erfahrungen sammeln und Tipps von Profis an die Hand bekommen.
Als Belohnung durften Alisar, Neele, Viktoria, Laura und Catherine zum Casting von Elise Overland. Sie ist anscheinend genau wie Michael Angel eine Größe in den Vereinigten Staaten und demensprechend ist es eine sehr sehr große Ehre für die Mädels, überhaupt eingeladen zu werden, sagte Juror „Q“ fachmännisch. „Nimm alles mit, was du als Model brauchst“, ist sein liebster Satz. Viel mehr bekommt man von dem angeblich mega-erfahrenen Modemanager nicht zu hören. Egal, er ist hübsch anzusehen.
Keine glänzte beim Casting so richtig
Beim Casting konnte wieder einmal keine der Kandidatinnen glänzen, denn sie alle hatten große Probleme beim Laufen. Scheinbar schweren Herzens entschied sich die Designerin dann aber doch für eine. Alisar ist das erste Mädchen von Germanys Next Topmodel, dass auf der New York Fashion Week laufen durfte.
Die schöne Exotin ist in dieser Sendung besonders herausgestochen. Sie hat einfach ständig Angst. Anstatt sich über neue Herausforderungen zu freuen, hofft die Schüchterne, die Schuhe nie wieder anziehen zu müssen. Trotz heftigem Bammel gingen mit ihr die Nerven auf der Modenschau nicht durch. Ihr zart-markantes Gesicht passte gut zwischen die Profimodels.
Sie ist ein extrem gutes Beispiel dafür, dass Heidis Modelmaschinerie ihren Zweck verfehlt. Alisar ist eine Schönheit mit den perfekten Modelmaßen. Sie ist außergewöhnlich und damit einprägsam und schafft es, auf dem Laufsteg die Nerven zu behalten. Laufen kann man lernen. Trotzdem hat sie kaum eine Chance, Germanys Next Topmodel zu werden.
Dafür müssten sie und ihr geringes Selbstbewusstsein eine große Wandlung durchlaufen. Heidi legt von Anfang an mehr wert auf unkomplizierte Fotoshoots, bei denen das Model von jetzt auf gleich in die unterschiedlichsten und abstrusesten Rollen schlüpfen kann. So auch beim Polizei-Shooting in den Straßen von New York.
Gerangel mit der Polizei
Alisar musste gleich zweimal ran, weil sie als einzige sich nicht gleich in die Rolle hineinversetzen konnte. Es ging darum, als Star aus dem Hinterausgang eines Clubs zu kommen und von der Polizei festgenommen zu werden. Dabei sollten die Mädchen sich lautstark wehren. Die Betonung liegt auf Lautstark. Es schien so, als habe Heidi mal wieder vergessen, dass eine Fotokamera die Töne außen vor lässt. Für sie muss ein Model nicht nur schreien können, sondern gerne schreien und dies bei jeder Gelegenheit beweisen.
Und so machte sie den Mädchen lautstark vor, wie es geht. In einem kleinen Schauspiel vor dem Shooting wehrte sie sich ach so heftig gegen die New Yorker Polizei, dass sich ein oder zwei Mädels tatsächlich fragten, ob das Ganze jetzt echt ist und Heidi ins Gefängnis muss. Nee, kleiner Scherz, nur damit die Mädels wissen, wies geht. Danke, Heidi!
Zum Abschluss noch ein trickreicher Livewalk, bei dem die Mädels ihre Beweglichkeit in Handschellen beweisen mussten, bevor die Model-Mama wieder Fotos verteilte. Sieger der Sendung ist nicht etwa Alisar, sondern Pauline, die auf einmal richtig Power hat. Wackelkandidatin des Abends war Hanna, die einfach jedes Mal weinen muss. In dieser Sendung waren es gleich drei Heulattaken, die der Jury ernsthafte Bedenken machen.
Fraglich, ob sie den Luxus der Model Villa lange genießen darf, in die die Mädels in der nächsten Episode einziehen werden. Außerdem verspricht die Vorschau den großen Stress mit der zur Oberzicke gekürten Luisa. Geht es endlich rund bei Germanys Next Topmodel? Und wann trennt sich die Spreu vom Weizen?
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