Tatort "Der Schrei" mit Ulrike Folkerts: Lena Odenthal muss einer Mutter wehtun
zuletzt aktualisiert: 17.10.2010 - 14:12Düsseldorf (RP). Ein zwölfjähriges Mädchen wird tot in einen Freizeitpark gefunden. Die Ludwigshafener Kommissare Lena Odenthal (Ulrike Folkerts) und Mario Kopper (Andreas Hoppe) suchen in bedrückender Kulisse nach dem Mörder.
Zunächst treffen sie dabei auf Ruth (Annika Kuhl) und Peter Fichter (Roeland Wiesnekker), die ihre Tochter am Vorabend als vermisst gemeldet hatten. Die Eltern sind am Boden zerstört.
Die Untersuchungen ergeben, dass das Mädchen erstickt wurde. In Verdacht gerät der Hotelgast Tom Heye (Fabian Busch), der eine langjährige Strafe wegen sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen abgesessen hat. Heye wird panisch, und sein eilig vorgebrachtes Alibi erweist sich als falsch. Aber sein Verhalten könnte auch auf Angst zurückzuführen sein.
Doch auch das Verhalten der Eltern des Kindes gibt den Kommissaren zu denken. Ruth Fichter ist ganz offensichtlich am Rande eines Zusammenbruchs, zwischen ihr und ihrem Mann sind Spannungen spürbar.
Nach und nach ergibt die Rekonstruktion der Ereignisse, dass die Aussage der Mutter Lücken aufweist. Eine extreme Situation, die Lena Odenthal mehr und mehr belastet, denn sie weiß, dass sie der Mutter mit ihren Fragen wehtun muss.
Aber die Kommissarin weiß nicht, ob sie einer unschuldigen Mutter gegenübersitzt, die gerade ihr einziges Kind verloren, oder einer Mörderin, die ihr eigenes Kind getötet hat.
In dem Ludwigshafener Tatort gibt es viele Ermittlungsstränge, die ins Leere laufen. Der Krimi ist emotional, düster und ohne actionreiche Bilder inszeniert.
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