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2. Unser star für Oslo Lena Meyer-Landrut Willi Weber/ProSieben
  Foto: Willi Weber/ProSieben
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Unser Star für Oslo - Das Finale: Lena singt „Satellite“ für Deutschland

VON ANDREA RACHUY - zuletzt aktualisiert: 13.03.2010 - 11:13

Düsseldorf (RPO). Und die Gewinnerin ist... Lena Meyer Landrut, die 18-jährige Schülerin aus Hannover. Die Kandidatin, die von Anfang an als Favorit galt. Und die am Ende trotzdem bangen musste. Denn es war knapp im Finale von „Unser Star für Oslo“. Sie wird für Deutschland am 29. Mai beim „Eurovision Song Contest“ antreten. So verlief das Finale.

Jennifer Braun und ihr Song hatten am Ende auch gute Chancen auf den Sieg. Die Überraschungsfinalistin lief im Finale zu Hochformen auf. Der große Vorteil gegenüber Lena war das Lied, das das Publikum für sie wählte. Sie hätte in Oslo ihren Favoriten „I Care For You“ singen dürfen. Die Rocknummer war der Individualsong, also das dritte Lied, das die Kandidatinnen vorstellten. Auf die Auswahl der ersten beiden Nummern hatten sie keinen Einfluss. Diese Lieder wurden von beiden interpretiert, sodass Jennifer und Lena im direkten Vergleich überzeugen mussten.

Bei beiden Pflichtsongs punkte Lena Meyer-Landrut. Der erste hieß „Bee“, ein fröhlich softer Popsong. Gastjuror Xavier Naidoo freute sich, sie endlich mal Live zu sehen. Er war überzeugt, das Lied scheint ihr auf den Leib geschneidert. Damit könne sie in Oslo gute Chancen haben. Jennifer Braun stand das Lied nicht so gut. Zu lieb für ihre Art, zu soft für ihre Stimme. Ihr war anzumerken, dass sie sich bei der Nummer nicht wohl fühlt. Auch die zweite Nummer „Satelite“ lag ihr nicht so gut. Alles souverän gesungen, nur irgendwie zu lahm für Oslo. Der Zuschauer schob es auf das Lied, das einfach nichts hergab.

Und dann wurde es von Lena performt. Bei wesentlich schnellerem Takt wurde mit Lenas Stimme eine schnelle Popnummer aus dem Lied. Es gewann Tempo und Charakter, sie schaffte es, einer lahmen Nummer Leben einzuhauchen. Sie machte es so gut, dass dagegen „Love Me“, der von ihr ausgewählte Song drei, nicht mithalten konnte.

Dabei lobte Raab vor allem Lenas erstaunliche schauspielerische Leistung. Sie verstehe die Texte, versetze sich in eine Rolle und spiele die Songs. Damit biete sie den so entscheidenden Unterhaltungsfaktor. Besonders weil ihr der Spaß so anzusehen sei, habe sie sehr gute Karten auf das Ticket nach Oslo.

Und dann kam Jennifer mit „I Care For You“. Die Rocknummer stand ihr ausgezeichnet zu Gesicht und sie fühlte sich sichtlich wohl auf der Bühne. Endlich ein bisschen Abrocken. Stefanie Kloß, die Sängerin von Silbermond, die gestern Abend ebenfalls in der Jury saß, fand viele begeisterte Worte dafür. Stefan brachte es auf den Punkt: „Du kannst abdrücken. Laut und dreckig – das hast du einfach drauf.“

So freute sie sich besonders, als das Publikum bei der ersten Wahl um den Song für Oslo „I Care For You“ für sie auswählte. Lena hingegen war weniger glücklich mit der Wahl. Und das sah man ihr auch deutlich an. Viel lieber hätte auch sie ihren Individualsong bekommen. Doch Publikum und Jury waren von „Love Me“ weniger angetan als von „Satellite“.

Und das merkte man auch, als Lena ihren Song zum zweiten Mal performte. Diesmal etwas schlechter als vorher. Man spürte auf einmal all die Anspannung. In den letzten Sendungen war Lena stets durch ihre leichte und unbekümmerte Art aufgefallen. Doch gestern war es alles ein bisschen viel für die beiden 18-Jährigen.

Jennifer schaffte es jedoch, den Moment auszukosten und im zweiten Durchgang noch einmal alles zu geben. Das Studiopublikum antwortete ihr mit tosendem Applaus. So war sie vor der Entscheidung bester Laune und betonte mehrfach, wie dankbar sie für diese Chance ist.

Doch für beide war das unendliche Warten auf die Entscheidung des Publikums vor den Fernsehbildschirmen schier unerträglich. Als dann endlich die Entscheidung für Lena fiel, war diese komplett aufgelöst, verdrückte ein kleines Tränchen und verlangte nach Wasser, bevor sie ihren Siegersong für Deutschland in Oslo dann noch ein drittes Mal performen musste.

Dabei trällerte sie an ihren Background-Sängerinnen vorbei, amüsierte sich über von der Decke fallendes Goldkonfetti und redete in den Gesangspausen lauter Kraftausdrücke ins Mikrofon. Sie war sichtlich erleichtert und „freute sich hart“.


 
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