Daumenkino: Lindenstraße: Familienalbum zur 1.000. Folge
zuletzt aktualisiert: 18.11.2004 - 14:36Berlin (rpo). Lindenstraßen-Produzent Hans W. Geißendörfer gibt pünktlich zur 1.000 Folge seiner "Lindenstraße" ein Erinnerungsbuch an die bewegensten Momente der Serie mit heraus. Das Buch wird laut Geißendörfer ganz klar eines für die Deutschen: ein Familienalbum. Denn:"So wie man zu Hause ins Familienalbum nachschaut, so blättern wir jetzt zurück. Und ich hoffe, die Fans freuen sich so wie wir", sagt der "Vater" der Erfolgsserie.
Doch seit 1985 läuft sie ohne Unterbrechung in der ARD. Von Kritikern wurde die Serie schnell abgeschrieben. Mittlerweile gibt es etwa 20 offiziell registrierte Fanclubs. Für deren Mitglieder ist die Sendung sonntags um 18.40 Uhr ein fester Termin. Das Buch kann darüber hinaus ihren Wissensdurst löschen: Auf jeder Seite wird eine Folge der "Lindenstraße" porträtiert, mit einer Inhaltsangabe und vier oder fünf Fotos. "Wenn man das durchblättert, dann kann man wie im Daumenkino sehen, wie Klaus Beimer vom Sechsjährigen zum 26-Jährigen wird. Und wie auch Mutter Beimer, und wie sie alle heißen, älter werden," so Geißendörfer.
Figuren werden erwachsen
Was das Geheimnis des Erfolgs der Serie des WDR über die Bewohner einer Münchner Straße ist, weiß auch Geißendörfer nicht genau. "Ich glaube eine der Ursachen ist, dass man damit heranwächst. Dass man älter wird. Dass man viele Figuren gesehen hat, wie sie Kinder waren und Jugendliche, und jetzt erwachsen sind, im Leben stehen, verheiratet sind, schon selber wieder Kinder haben." Vielleicht sei es gerade das Normale, dass die Serie so beliebt mache, meint der Chefdrehbuchautor: "Man identifiziert sich nicht mit der Figur selbst, aber man sagt: Ich kenne jemanden, der genauso ist wie Frau Kling oder wie Frau Beimer oder wie Herr Dressler."
Das Buch "Lindenstraße. Eintausend Folgen in Text und Bild" herausgegeben von Hans W. Geißendörfer und Wolfram Lotze, erscheint am 22. November 2004.
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