Serien-Special am Sonntag: Lisa Plenske ist zurück
VON BIRGITTA RONGE - zuletzt aktualisiert: 14.04.2007 - 17:48Düsseldorf (RP). Weil die Quoten bei der beliebten Sat.1-Serie „Verliebt in Berlin“ ohne Hauptdarstellerin Alexandra Neldel in den Keller rutschten, muss die 31-Jährige noch einmal ran: Ab Montag ist sie wieder mit Brille und im Fettanzug zu sehen. Vorher gibt's am Sonntag noch mal einen Rückblick auf die alten Folgen.
Rund acht Millionen Zuschauer schnieften vor den TV-Geräten in ihre Taschentücher, als Lisa Plenske (Alexandra Neldel) im September vergangenen Jahres ihren David heiratete. Für Sat.1 war die anfänglich als einjährige Telenovela gedachte Serie „Verliebt in Berlin“ mit der munteren Neldel ein Glücksgriff.
Mit Perücke, Brille und Fettanzug eroberte „Lisa“ die Herzen der Zuschauer. Die Serie war so erfolgreich, dass sie erst um ein halbes Jahr verlängert wurde. Dann, nach der großen Traumhochzeit und dem Abschied von Neldel, wurde die Serie fortgesetzt: mit Hauptdarsteller Tim Sander, der Lisas Halbbruder Bruno spielt.
Dass mit dem endgültig scheinenden Ausstieg von Neldel die Quoten „leicht unter den Senderdurchschnitt“ fielen, sei logisch, sagte Sat.1-Geschäftsführer Matthias Alberti damals. Es brauche eben eine „gewisse Zeit“, bis ein zweiter Handlungsstrang etabliert sei. Doch nun ist Lisa wieder zurück, um den Karren aus dem Sumpf zu ziehen. Und das gleich in mehrfacher Hinsicht.
Neldel wird ab Montag für 16 Folgen in der Serie zu sehen sein - das könnte der Quote wieder Auftrieb geben. Und in der Serie muss Lisa ran: Hannah (Laura Osswald) ist nämlich in Bruno verliebt. Doch der, stellt Lisa schnell fest, merkt nichts davon und stößt Hannah vor den Kopf. Das Pärchen braucht Hilfe.
Für Lisa selbst steht eine große Überraschung an: Sie ist schwanger. „Nachdem sie ein dreiviertel Jahr mit David auf Hochzeitsreise um die Welt war, ist das folgerichtig“, sagt Neldel. Ihr Liebster steigt übrigens nicht mehr mit in die Serie ein: „Der muss in Tasmanien bleiben, weil er sich den Fuß verknackst hat“, sagt die Schauspielerin und fügt augenzwinkernd hinzu: „In Wirklichkeit hat er ein Theaterengagement.“
Die kurze Rückkehr von Lisa Plenske hätte niemand für möglich gehalten. „Wir haben ein Märchen erzählt, wie Aschenputtel, und das war mit der Hochzeit zu Ende. Jetzt erzählen wir eine andere Geschichte“, so Alberti. Und auch für Alexandra Neldel war es mit „Lisa“ eigentlich vorbei.
Die Zuschauer allerdings gaben die Hoffnung wohl nicht so ganz auf, dass Lisa zurückkommt: „Ich habe tonnenweise Fanpost bekommen und werde immer noch überall auf diese Rolle angesprochen“, erzählt Neldel. Ganz ohne „Lisa“-Kostüm habe sie sich komisch gefühlt: „Den Fettanzug habe ich nicht vermisst. Aber ich bin in den letzten Monaten oft aus der Maske gelaufen und habe gedacht: Moment mal, die Zahnspange fehlt!“
Für ihre kurze Rückkehr in die Welt der Lisa Plenske hat sich Alexandra Neldel dreieinhalb Wochen für die Dreharbeiten freischaufeln müssen. Derzeit ist sie mit zwei Produktionen beschäftigt. In „Meine schöne Bescherung“ habe sie eine komische Rolle, „Märzmelodie“ dagegen sei sehr romantisch. Trotz der Filme will Neldel Seriendrehs zukünftig nicht ausschließen: „Wenn Angebote kommen, warum nicht?“ Bis 2008 sei sie aber ausgebucht. Daran sei auch „Verliebt in Berlin“ schuld: „Diese Rolle hat mir viel Glück gebracht.“ Ob sie - nach den 16 Folgen ab Montag - noch einmal Lisa Plenske spielen wird, da wollte sich Neldel nicht festlegen: „Ich sage mal so: Das könnte sehr lange dauern.“
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