Ingolf Lück moderiert Comedy-Jahresrückblick: Lück rechnet mit den nervigsten Deutschen ab
zuletzt aktualisiert: 17.01.2004 - 10:49München (rpo). Dass die Show nicht ganz ernst zu nehmen ist, zeigt allein die Wahl von Comdey-Ikone Ingolf Lück zum Moderator. Doch dürfte sich die Freude des Siegers der TV-Show "Die 100 nervigsten Deutschen 2003" in Grenzen halten. Ingolf Lück verrät im Interview seine Favoriten und warum Anke Engelke auch auf der Liste steht.
Das alte Jahr ist vorüber, jetzt wird abgerechnet: Wer stand 2003 zu oft im Vordergrund? Über wen ärgerte sich die Nation am meisten? Aus 150 Kandidaten aus Entertainment, Sport und Politik haben die Zuschauer von ProSieben "Die 100 nervigsten Deutschen 2003" ermittelt. Der Münchner Sender zeigt am Montag um 20.15 Uhr, wer es in die Top 100 geschafft hat und wer den "Peinlichkeits-Oscar" erhält.
Haben es mehr Männer oder Frauen in der Liste geschafft?
Lück: Das hält sich absolut die Waage. Aber ich denke, Frauen haben eine höhere Nerv-Quote. Letztlich muss man aber sagen: Das ist ein Ranking der jungen Leute. Das lief ja größtenteils über die ProSieben-Internetseite. Um da abzustimmen, muss man einen Rechner bedienen können. Deshalb sind im Ranking Leute drin, die von jungen Leuten wahrgenommen werden. Ich kann zum Beispiel verraten, dass Menschen, die uns Ältere nerven, wie Sabine Christiansen, Sandra Maischberger und Reinhold Beckmann nicht unter den ersten 100 sind.
Ein Slogan der Show heißt "In ist, wer drin ist". Kann der Gewinner stolz sein auf den Titel?
Lück: Ich glaube, der Gewinner kann stolz sein. Er hat einen hohen Wahrnehmungsquotienten. Das ist so eine Art Goldene Zitrone, ein Peinlichkeits-Oscar - da kann man schon so manche Flasche aufmachen.
Über wen haben Sie sich persönlich 2003 geärgert?
Lück: Was mich im Jahresendspurt genervt hat, war Patrick Lindners Steuer-Outing bei Johannes B. Kerner. Das war sehr, sehr nervig - und hat sich auch niedergeschlagen im Ranking ...
Was muss eine Nervensäge tun, um auch als solche wahrgenommen zu werden?
Lück: Man muss sich persönlich komplett aufgeben und sich in den Dienst des Klatsches stellen. Das ist ganz wichtig.
Sind Sie selbst ein Kandidat für die Liste?
Lück: Ich war nominiert und bin da auch drin. Ich weiß aber nicht, auf welchem Platz. Ich habe mich ja im letzten Jahr mit Fernseh-Aktivitäten zurückgehalten, in erster Linie Theater inszeniert oder gespielt. Aber vielleicht hat auch das schon die Leute genervt.
Wer wird 2004 gut im Rennen sein, was glauben Sie?
Lück: Na ja, die Deutsche Fußball-Nationalmannschaft ist eventuell ganz vorne dabei. Dann der Georg Hackl und die deutschen Skispringer Sven Hannawald und Martin Schmitt. Bei nervig geht es ja immer auch darum, dass man etwas, was man postuliert, nicht schafft. Der Hackl-Schorsch war früher immer Weltmeister, aber jetzt lässt er als böser alter Mann die Leute nicht in Ruhe und fährt weiterhin mit. Im Show-Bereich gibt es die neue "Superstar"-Staffel - und nach Ostern Anke Engelke.
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