NDR-Dokumentation über AWD-Gründer: Maschmeyer erwirkt Sendeverbot gegen Szene
zuletzt aktualisiert: 14.01.2011 - 18:44Hamburg (dapd). Der Gründer des Finanzdienstleisters AWD, Carsten Maschmeyer, hat ein Sendeverbot gegen eine Szene der ARD-Dokumentation "Der Drückerkönig und die Politik" erwirkt. Wie der NDR mitteilte, verbot das Landgericht Berlin dem Sender am Freitag die Szene, in der "Panorama"-Reporter Christoph Lütgert Maschmeyer um ein Interview bittet.
Das Verbot wurde auf Antrag des AWD-Gründers erlassen. Nach Angaben des NDR hatte der Sender keine Gelegenheit zur Stellungnahme. Ein Sprecher kündigte aber an, Widerspruch gegen die Entscheidung einzulegen.
Die Dokumentation, die am Mittwoch in der ARD gezeigt wurde, stellt die Geschäftspraktiken des AWD-Gründers und seine Nähe zur Politik dar. So skizziert der Film etwa Maschmeyers Kontakte zu Ministern und Verantwortlichen aus der Zeit der rot-grünen Bundesregierung unter Kanzler Gerhard Schröder (SPD). Maschmeyer hatte den Reportern und Autoren der Dokumentation ein Interview zu den Vorwürfen verwehrt.
Schon vor der Ausstrahlung war dem Sender ein sogenanntes Hinweisschreiben von Maschmeyers Anwalt zugeschickt worden.
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