Medienzentren in NRW bieten neue Ansätze: Medien können Unterricht lebendiger gestalten
zuletzt aktualisiert: 22.09.2004 - 07:25Münster (rpo). Nach Ansicht von Medienexperten könnte der Unterricht an nordrhein-westfälischen Schulen noch stärker auf moderne Lehrformen setzen. Die landesweit 54 Medienzentren böten den Lehrern dazu eine umfangreiche Sammlung an Filmen, CD-Roms, DVD's oder sonstiges Unterrichtsmaterial, sagte der Leiter des westfälischen Landesmedienzentrums, Markus Köster.
Das Ziel sei es, weg vom "lehrerzentrierten" Unterrichtungsmodell zu einem eher handlungsorientierten Lernen zu kommen.
Rund 240 Medienexperten werden noch bis Donnerstag bei einer Tagung in Haltern am See über die Arbeit der Medienzentren beraten. Laut Köster hat eine Untersuchung ergeben, dass rund 90 Prozent der Lehrer einen PC für die Unterrichtsvorbereitung benutzen, doch bislang werde das Medium im Unterricht selbst noch zu selten eingesetzt.
Für einen besseren Einsatz der modernen Medien im Unterricht setzen die Landesmedienanstalten unter anderem auf so genannte "E-Teams", die über die Nutzung und den Vorteil zum Beispiel von DVD's oder CD-Roms informieren, wie Köster erklärte. Zudem bieten die beiden Landesmedienzentren seit einiger Zeit das System "Edmond", mit dem via Internet rund 400 Medien online heruntergeladen werden können.
Nach Ansicht Kösters kann der Unterricht mit multimedialen Medien den Schülern mehr vermitteln. So werde den Kindern und Jugendlichen zum Beispiel bei der Arbeit mit Computern und CD-Roms mehr Raum für das eigene Verstehen und die eigene Erkenntnis gelassen. Auch das Internet biete hier viele neue Möglichkeiten - so konnte eine Klasse durch ein E-Mail-Projekt mit einer US-amerikanischen Schule ihren Englischunterricht lebendiger gestalten.
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