Top-Model stellt Mutter eines verschwundenen Mädchens dar: Nadja Auermann spielt ihre erste Hauptrolle
zuletzt aktualisiert: 27.05.2004 - 12:53Berlin (rpo). Nadja Auermann steht am Pfingstsonntag unter verdacht, ihre Tochter getötet zu haben. Das Topmodel spielt die Hauptrolle in der ZDF-Produktion "Dornröschens leiser Tod".
In einem ansonsten verschlafenen Harzstädtchen herrscht helle Aufregung. Sechs Jahre nach dem Verschwinden der kleinen Lilly taucht ihre Leiche auf. Alle glauben, dass das Mädchen von seiner Mutter Eva Hennig (Nadja Auermann) getötet wurde. Die wird zwecks Ermittlungen aus ihrem neuen Wohnort Berlin nach Königsrode zurückgeholt.
Mit "Dornröschens leiser Tod" und Top-Model Nadja Auermann in der Hauptrolle will das ZDF am Pfingstsonntag (20.15 Uhr) ein Millionenpublikum vor die Fernseher locken.
Das kann immerhin 108 Minuten statt der sonst üblichen 90 Minuten Spielfilmlänge die Auflösung des Falls verfolgen. "Wir konnten weder die Geschichte kürzen noch wollten wir einen Zweiteiler daraus machen, um den Handlungsstrang nicht zu unterbrechen", sagt der verantwortliche Redakteur Klaus Bassiner. Mit Nadja Auermann habe man auch eine Darstellerin gesucht und gefunden, die nicht nur bekannt sei, sondern auch Talent habe, betont Regisseur Marcus O. Rosenmüller hinzu.
Dabei hat es die Hauptdarstellerin nicht leicht, sich gegen die Mauer von Antipathie in ihrem Heimatdorf durchzusetzen. Nicht nur Hauptkommissar Schreiner (Michael Kind) ist von ihrer Schuld überzeugt, sondern beinahe alle Bewohner von Königsrode. Einzig die frisch von der Polizeischule kommende Claudia Lorenz (Katharina Wackernagel) glaubt Eva, und ihr Ex-Geliebter Andreas Brückner (Heikko Deutschmann) rettet sie sogar vor einem Anschlag. Mit ihrem geistig zurückgebliebenen Cousin Ronny (Hinnerk Schönemann) geht die verwaiste Mutter dann auf Spurensuche und setzt sich mit all den vergangenen Ereignissen auseinander, die sie vorher verdrängt hatte. Dabei kommen sie noch einem weiteren Mord auf die Spur.
Das Thema "Kindsmord" wird in dem Psycho-Thriller sehr sensibel und emotional aufgegriffen. "Man muss sich distanzieren, weil das gefühlsmäßig sehr anstrengend ist", sagt Auermann, die selbst Mutter zweier Kinder ist. Dafür stand ihr aber ein Trainer zur Verfügung, der sie von Szene zu Szene betreute. Das Ergebnis ist eine emotionale, einsame und vielleicht gebrochene Frau, die von dem Model perfekt in Szene gesetzt wird. "Eva bewahrt sich die ganze Zeit etwas Geheimnisvolles, etwas das auch Nadja selbst umgibt", ist Regisseur Rosenmüller begeistert.
Vom Drehort im Harz waren alle Mitwirkenden begeistert: "Ich kannte bis dato nur den Westteil des Harzes und bin von Stolberg und der märchenhaften Landschaft begeistert", schwärmt Heikko Deutschmann.
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